Scandit nimmt 80 Millionen Dollar ein

26. Mai 2020 15:42

Zürich - Scandit konnte sich in einer Finanzierungsrunde 80 Millionen Dollar sichern. Das Zürcher Start-up hat eine Software entwickelt, dank der Barcodes etwa mit einem Mobiltelefon oder mit Drohnen von jedem Winkel aus gescannt werden können.

Scandit hat in einer Finanzierungsrunde 80 Millionen Dollar eingenommen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Angeführt wurde die Runde von G2VP, einem Risikokapitalunternehmen aus dem Silicon Valley. Beteiligt waren ausserdem Atomico, GV, Kreos, NGP Capital, Salesforce Ventures und Swisscom Ventures.

Scandit entwickelt eine Software-Lösung, welche das Scannen von Barcodes ermöglicht. Dafür nutzt das Unternehmen Computer-Vision, maschinelles Lernen, Texterkennung (OCR), Objekterkennung und Erweiterte Realität. Die Lösung funktioniert den Angaben zufolge mit jedem kamerafähigem Smart Device. Sie kann etwa in Mobiletelefone, Drohnen, Roboter oder tragbare Geräte integriert werden. Diese können Etikette dann aus jedem Winkel und sogar bei schlechtem Licht scannen.

Die Lösung von Scandit kann beispielsweise in der Logistik oder beim Self-Checkout in Supermärkten eingesetzt werden. Sie kann aber auch im Gesundheitswesen helfen, um Medikamente und Materialien zu erfassen. Die Lösung wird bereits von Unternehmen wie Carrefour, FedEx oder 7-Eleven eingesetzt.

Mit dem frischen Geld will Scandit eigenen Angaben zufolge die internationale Expansion vorantreiben. Dabei will es vor allem im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika wachsen. Darüber hinaus soll stark in die Forschung und Entwicklung investiert werden –  etwa in die Entwicklung neuer Methoden, wie Unternehmen ihre Geschäftsprozesse mit Hilfe von Computer Vision und Erweiterter Realität neugestalten können.

„Durch diese neue Finanzierungsrunde können wir noch mehr Unternehmen dabei unterstützen, sich schnell auf die Nachfrage nach ‚kontaktlosen Interaktions- und Geschäftsmöglichkeiten‘ einzustellen und diese erfolgreich in der ‚neuen Normalität‘ umzusetzen – wie auch immer sie aussieht“, sagt Samuel Müller, CEO und Mitgründer bei Scandit. ssp

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