SCAI als Ombudsstelle für Finanzdienstleistungen anerkannt

03. August 2020 11:58

Zürich - Die Swiss Chambers’ Arbitration Institution (SCAI) in Zürich ist vom Eidgenössischen Finanzdepartement als Ombudsstelle für Finanzdienstleistungen anerkannt worden. Sie bietet ihre Dienste inländischen aber auch ausländischen Interessenten an.

Die Swiss Chambers’ Arbitration Institution (SCAI) in Zürich bietet nach ihrer Anerkennung durch das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) laut Medienmitteilung der Zürcher Handelskammer (ZHK) Mediationsdienstleistungen für den Finanzsektor an. Finanzdienstleister, welche in der Schweiz aktiv sind, haben die Verpflichtung, sich einer Ombudsstelle anzuschliessen, die vom EFD anerkannt wurde. Die revidierte Schweizerische Mediationsordnung macht es für Gesellschaften und Unternehmen leichter, bei Streitfällen mit Hilfe eines neutralen und qualifizierten Dritten eine gütliche Einigung zu erzielen. Sie wurde im vergangenen Oktober von der SCAI vorgestellt.

SCAI bietet seine Mediationsdienste allen Interessenten an, ob sie dem Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) unterliegen oder nicht. Das FIDLEG enthält Verhaltensregeln, die Finanzdienstleister gegenüber ihren Kunden einhalten müssen. Gibt es Streitigkeiten, so muss eine Ombuds- oder Mediationsstelle schlichten. Seit der Anerkennung durch das EFD am 27. Juli kann die SCAI diese Anlaufstelle sein.

In der Schweiz tätige ausländische Finanzdienstleister unterliegen dem FIDLEG nicht. Sie sind weiterhin nicht verpflichtet, mit einer Ombudsstelle wie SCAI zusammenzuarbeiten. Dennoch können sie auch mit ihren ausländischen Kunden die Nutzung der SCAI-Dienste durch eine Mediationsklausel in den jeweiligen Verträgen vereinbaren. Ist das nicht geschehen und kommt es zu Auseinandersetzungen, so können beide vereinbaren, die Streitigkeit vor die SCAI zu bringen und regeln zu lassen. gba 

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