SBB Cargo setzt im Limmattal Neuerung um

SBB Cargo hat rund 100 Güterwagen und 25 Loks auf die automatische Kupplung umgerüstet, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Damit habe sie einen ersten wichtigen Schritt Richtung Teilautomatisierung unternommen und würde als Pionierin in Europa agieren. Bei der automatischen Kupplung werden Wagen untereinander und Lokomotiven automatisch zusammengehängt. Somit gibt es für die Rangierarbeiter keine Verletzungsgefahr mehr. Zum Trennen sei nur ein Handgriff nötig, so SBB Cargo. Die bislang manuell durchzuführenden Arbeiten seien zeit-, personal- und kostenintensiv.

Die umgerüsteten Züge werden zwischen dem Hub in Dottikon AG und mehreren Terminals eingesetzt, darunter der Rangierbahnhof Limmattal. Durch Massnahmen wie die automatische Kupplung soll in Zukunft bei der Zustellung auf der letzten Meile ein Ein-Personen-Betrieb statt des bisherigen Zwei-Personen-Betriebs ermöglicht werden. SBB Cargo reagiert damit auf den absehbaren „erheblichen“ Fachkräftemangel im Rangierbetrieb. Zudem möchte sie die „zwingend notwendige Modernisierung als Pionierin aktiv gestalten, um gegenüber der Strasse ihre Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen“.

Das Projekt soll aber keinen Schweizer Alleingang darstellen. SBB Cargo ist nun auf der Suche nach europäischen Partnern. „Das gemeinsame Vorgehen ermöglicht es uns, den Güterverkehrssektor gemeinsam weiterzuentwickeln und von den Vorteilen gleichermassen zu profitieren“, wird Nicolas Perrin in der Mitteilung zitiert, CEO von SBB Cargo. jh