Saisonale Wärmespeicher eignen sich für Neubauten

09. Januar 2020 15:28

Luzern - Saisonale Wärmespeicher sind in Neubauten günstiger als bei der Nachrüstung bestehender Gebäude. Das zeigt eine Studie der Hochschule Luzern. Neuartige Dämmmaterialien helfen dabei, Raum zu sparen und Kosten zu senken.

Die Schweiz verfügt über genügend Wärmeenergie zur Heizung und Kühlung ihrer Gebäude, aber nicht zur richtigen Zeit. Saisonale Wärmespeicher helfen, die Wärmeenergie des Sommers im Winter verfügbar zu machen. Forscher der Hochschule Luzern (HSLU) haben im Rahmen des Projekts Optsais untersucht, welche Rahmenbedingungen solche Speicher brauchen, um eine breitere Anwendung zu finden. Sie haben dabei zwei Referenzstandorte in Zürich und ausserhalb Berns untersucht. Beide beziehen ihre gesamte Wärme für Heizung und Brauchwasser aus Solarkollektoren, deren Energie in Wassertanks gespeichert wird.

Laut einer Mitteilung der HSLU sind als saisonale Speicher insbesondere jene thermischen Kollektoren geeignet, die einen geringen Durchfluss aufweisen und so das Wasser als Speichermedium auf höhere Temperaturen aufheizen können. Zudem ist der Einbau eines saisonalen Wärmespeichers in einem neuen Gebäude deutlich günstiger als der nachträgliche Einbau in einem bestehenden. Wenn Wärmespeicher dennoch nachträglich eingebaut werden, sind vakuumisolierte Wärmetanks gut geeignet, die ausserhalb der Gebäude im Boden versenkt werden. Innerhalb der Gebäude können neue Dämmmaterialien helfen, Raum und damit Kosten zu sparen.

Wärmespeicher haben aus der Sicht der Forscher ein grosses Potenzial. „Die für die Energiewende notwendigen Wärmespeichertechnologien sind heute bereits vorhanden“, wird Projektleiter Willy Villasmil in der Mitteilung zitiert. „Deren Umsetzung ist eine Frage des Willens.“

Das Bundesamt für Energie hat das Projekt Optsais unterstützt. stk

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