Rückstellungen schmälern Gewinne von Credit Suisse

18. Februar 2021 11:57

Zürich - Credit Suisse hat ihren Nettoertrag 2020 mit 22,4 Millarden Franken auf Vorjahresniveau gehalten. Der ausgewiesene Vorsteuergewinn wurde durch Rückstellungen hingegen unter den Vorjahreswert gedrückt. Bereinigt ergibt sich ein Gewinnwachstum um 3 Prozent.

Einer Mitteilung der Credit Suisse zufolge hat die weltweit aktive Zürcher Grossbank im vergangenen Jahr einen im Vergleich zu 2019 stabilen Nettoertrag von 22,4 Milliarden Franken erwirtschaftet. Ihm stand ein im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 17,8 Milliarden Franken gestiegener Geschäftsaufwand gegenüber. Unterm Strich wurde ein Vorsteuergewinn von 3,5 Milliarden Franken verbucht, das sind 27 Prozent weniger als im Vorjahr. Der den Aktionären zurechenbare, ausgewiesene Reingewinn ging im selben Zeitraum um 22 Prozent auf 2,7 Milliarden Franken zurück.

Credit Suisse führt den Rückgang auf Rückstellungen für Kreditrisiken, Rechtsstreitigkeiten und Wertminderungen zurück. Um wesentliche Positionen bereinigt ergebe sich ein im Jahresvergleich um 6 Prozent höherer Vorsteuergewinn von 4,4 Milliarden Franken, erläutert die Grossbank in der Mitteilung. Der entsprechende Nettoertrag läge mit 22,1 Milliarden Franken um 3 Prozent über dem Wert aus 2019. Der Gewinn vor Rückstellungen wiese mit 5,5 Milliarden Franken einen Anstieg um 22 Prozent gegenüber Vorjahr auf.

„In einem Jahr, das Gesellschaften und Volkswirtschaften vor grosse Herausforderungen gestellt hat, konnten wir eine starke operative Performance in der Vermögensverwaltung und im Investment Banking verzeichnen und Angelegenheiten aus der Vergangenheit bereinigen“, wird Thomas Gottstein, CEO der Credit Suisse Group AG, in der Mitteilung zitiert. „Im Jahr 2021 und darüber hinaus wollen wir das Wachstum in der Vermögensverwaltung weiter beschleunigen und nachhaltige Renditen im Investment Banking generieren.“ hs

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