Rückbau von Kernkraftwerk Mühleberg ist auf Kurs

16. Dezember 2020 14:36

Bern - Die Rückbauarbeiten im Kernkraftwerk Mühleberg halten auch unter Pandemiebedingungen Zeitplan und Kostenvorgaben ein. In diesem Jahr wurden die Brennelemente aus dem Reaktor in ein Kühlbecken verschoben und erste Anlageteile demontiert. Bisher wurden über 3500 Tonnen Material abgebaut.

Am 6. Januar hatte die BKW mit dem Rückbau des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) begonnen, informiert die Kernkraftwerksbetreiberin in einer Mitteilung. Im ersten Jahr des Rückbaus habe sich dabei die Pandemie mit als grösste Herausforderung erwiesen, schreibt die BKW. Dank eines im Zusammenhang mit früheren Pandemien entwickelten Konzepts habe die BKW die unerwartete Situation meistern können. „Trotz der Corona-Pandemie ist das Projekt im Zeit- und Kostenplan“, schreibt die BKW.

Zu Beginn der Rückbauarbeiten waren Ende März zunächst die Brennelemente aus dem Reaktor entfernt und in ein Lagerbecken verschoben worden. Für dessen Kühlung wurde ein unabhängiges Kühlsystem eingerichtet. Auch die für die Steuerung der Leistung des Reaktors zuständigen Komponenten wurden aus dem Reaktor entfernt. Darüber hinaus sei im Reaktorgebäude nicht mehr benötigtes Material oberhalb des Reaktors demontiert worden, informiert die BKW.

Im Maschinenhaus waren zum Beginn des Rückbaus Turbinen, Generatoren und andere nicht mehr benötigte Anlagenteile demontiert worden. Insgesamt seien im ersten Rückbaujahr 3500 Tonnen Material aus dem ganzen KKM, davon 2500 Tonnen aus dem Maschinenhaus entfernt worden, informiert die Kernkraftwerksbetreiberin.

Die BKW plant die wahrscheinlich rund 15 Jahre in Anspruch nehmenden Rückbauarbeiten hauptsächlich mit eigenen Mitarbeitern durchzuführen. Einige Aufgaben sollen von externen Fachdienstleistern vorgenommen werden, wobei die wichtigsten Aufträge bereits vergeben worden seien, schreibt die BKW. hs

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