rqmicro will Analyse von Legionellen standardisieren

16. Juni 2021 10:57

Schlieren ZH/München - rqmicro aus Schlieren hat sein Legionellen-Messgerät rqmicro.COUNT an der Technischen Universität München für das Projekt LegioRapid installiert. Das Projekt soll die Gefährdungsanalyse durch Legionellen standardisieren.

Die Schlieremer Jungfirma rqmicro nimmt am Projekt LegioRapid teil und hat dazu jetzt laut Medienmitteilung ihr Kontrollgerät rqmicro.COUNT an der Technischen Universität (TU) München installiert. Ziel ist es, verschiedene Legionellen-Schnelltests zu bewerten und standardisierte Protokolle und Richtlinien für die Analyse von Prozesswasser zu entwickeln. rqmicro hat dazu das mobile Gerät rqmicro.COUNT  entwickelt, das innerhalb von maximal zwei Stunden gefährliche Legionellen im Wasser nachweisen kann. Mit Standardmethoden dauert ihr Nachweis mehrere Tage.

Beim Projekt LegioRapid arbeiten Experten des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), der Technischen Universität München und der Technischen Universität Dresden unter Federführung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zusammen.

Das Gerät rqmicro.COUNT wurde zur Evaluierung im Rahmen dieses Projektes im Labor von Michael Seidel, Leiter der Forschungsgruppe am Lehrstuhl für Analytische Chemie und Wasserchemie der TU München, installiert. Dort werden zwei Geräte validiert: der Legiotyper und der rqmicro.COUNT. Obwohl beide Geräte innerhalb von rund zwei Stunden Ergebnisse liefern, dienen sie unterschiedlichen Zwecken. Der Legiotyper dient der Identifizierung potenzieller Quellen von Legionellenausbrüchen, während der rqmicro.COUNT als Routine-Screening-Tool zur Bestimmung des Legionellen-Gehalts in Wassersystemen eingesetzt wird, um die Wassersicherheit zu gewährleisten.

Die Erreger der Legionärskrankheit stellen eine steigende Bedrohung der öffentlichen Gesundheit dar. Legionellen sind natürlich vorkommende Wasserbakterien, die aus der Umwelt in technische Wassersysteme gelangen, wie Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider, heisst es dazu auf der Internetseite von LegioRapid. Bei starker Vermehrung der Bakterien können diese in die Luft gelangen. Atmen Menschen solche Bioaerosole mit Legionellen ein, kann das zu der Influenza ähnlichen Erkrankungen, aber auch zu schweren Lungenentzündungen mit möglicher Todesfolge führen, der Legionärskrankheit.

rqmicro ist eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und Mitglied von Start-Smart-Schlieren. gba 

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