Romande Energie und Leclanché bauen Grossbatterie

26. August 2020 15:08

Morges VD - Der Energieversorger Romande Energie baut mit Leclanché im Kanton Waadt eine Testbatterie industrieller Grösse. Damit sollen die Möglichkeiten von Energiespeicherung und der Verfügbarkeit für E-Mobilität getestet werden.

Der Bau einer Grossbatterie in Aigle VD habe einerseits das Ziel, erneuerbare Energiequellen in das Stromnetz zu integrieren, und andererseits, die Bedürfnisse der Elektromobilität zu befriedigen, heisst es in der Medienmitteilung von Leclanché zum Projekt mit Romande Energie. Die Anlage, welche im Rahmen des Forschungsprojekts REel (Réseau En Equilibre Local) zum Einsatz kommt, solle bestätigen, dass die grossangelegte Integration dezentraler und intermittierender Energien wie Sonne und Wind in das Stromnetz tatsächlich machbar sei. Batterien seien eine einfach umsetzbare Lösung, um ein stabiles Stromnetz zu gewährleisten. Vor einem Einsatz im Industriemassstab müssten allerdings umfangreiche Tests wie jetzt in Aigle durchgeführt werden.

Mit einer Länge von 12 Metern, einer Kapazität von 2,5 Megawattstunden und einer Leistung von 2 Megawatt wird die von Leclanché gelieferte Lithium-Ionen-Batterie die lokale Nutzung der reichlich vorhandenen Solarproduktion der Region optimieren.

Im Rahmen des Testprojekts wird auch eine Schnellladestation für Elektrofahrzeuge durch die Schweizer Firma GOFAST gebaut. 24 Schnellladestationen mit einer Gesamtkapazität von 1,8 Megawatt (MW) sollen künftig entstehen. Die Ladestationen sollen mit allen Fahrzeugmarken kompatibel sein und das Wiederaufladen der Batterie für eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern während der kurzen Zeit einer Kaffeepause erlauben.

Das Projekt REel ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Romande Energie und dem von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse unterstützten Kompetenzzentrum für Energieforschung SCCER-FURIES („Future Swiss Electrical Infrastructure") unter der Leitung von Professor Mario Paolone von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). gba

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