Roche verbucht Gewinnsteigerung

04. Februar 2021 13:15

Basel - Die Konzernverkäufe von Roche sind 2020 hinter den Vorjahreswert zurückgefallen. Hintergrund sind der starke Franken und der Wettbewerb durch bioähnliche Produkte (Biosimilars). Im Bereich Diagnostics konnten die Umsätze jedoch gesteigert werden. Auch der Konzerngewinn legte deutlich zu.

Einer Mitteilung von Roche zufolge hat der Basler Pharmakonzern im Geschäftsjahr 2020 weltweit Konzernverkäufe in Gesamthöhe von 58,3 Milliarden Franken erwirtschaftet. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Wachstum um 5 Prozent gegenüber Vorjahr. Im Berichtsjahr habe sich jedoch eine Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber fast allen Währungen negativ auf die Resultate ausgewirkt, erläutert Roche in der Mitteilung. Dadurch fielen die Konzernverkäufe 2020 in Franken um 4 Prozent hinter den Wert von 2019 zurück.

Auch der Kernbetriebsgewinn fiel 2020 mit 21,5 Milliarden Franken um 4 Prozent geringer als im Vorjahr aus. Währungsbereinigt konnte hingegen ein Wachstum um 4 Prozent im Jahresvergleich verbucht werden. Der Konzerngewinn legte im Jahresvergleich um 7 Prozent in Franken und 17 Prozent zu konstanten Wechselkursen zu. Roche führt den starken Anstieg hauptsächlich auf im Jahresvergleich geringere Goodwill-Wertberichtigungen zurück.

In der Division Pharma fielen die Konzerverkäufe im Berichtsjahr währungsbereinigt um 2 Prozent geringer als im Vorjahr aus. Hier hätten neu eingeführte Medikamente zwar Einbussen durch den Wettbewerb mit äquivalenten biotechnologischen Arzneimitteln (Biosimilar) wettmachen können, erläutert Roche. Pandemiebedingte Ausfälle bei Arztbesuchen seien jedoch nicht ausgeglichen worden. In der Division Diagnostics legten die Verkäufe dagegen gegenüber 2019 währungsbereinigt um 14 Prozent zu. Hier sei ein Umsatzrückgang in der Routinediagnostik durch Produkte zur Diagnose von COVID-19 überkompensiert worden, schreibt Roche.

Für das laufende Jahr strebt Roche insgesamt ein Verkaufswachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich zu konstanten Wechselkursen an. „Die Nachfrage nach unseren neuen Medikamenten gegen Krebs, multiple Sklerose, Hämophilie und spinale Muskelatrophie ist unverändert hoch“, wird Roche-CEO Severin Schwan in der Mitteilung zitiert. „Mit unserem verjüngten Portfolio und den signifikanten Fortschritten bei der Entwicklung unserer Produktpipeline ist Roche für künftiges Wachstum gut aufgestellt.“ hs

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