Roche lanciert digitale Blutgas-Diagnostik

15. Mai 2020 13:43

Basel - Roche hat eine neue digitale Diagnosemethode zur Analyse von Blutgaswerten auf den Markt gebracht. Damit kann auch ungeschultes Personal arterielle Blutproben entnehmen. Das vereinfacht die Überwachung etwa von COVID-19 Patienten.

Eine neue digitale Diagnostiklösung von Roche ermöglicht es Kliniken, Ergebnisse für arterielle Blutgaswerte von Patienten mit einer weniger invasiven und schmerzhaften Methode zu erhalten. Wie Roche in einer Medienmitteilung bekanntgibt, hat diese neue Methode namens v-TAC die CE-Kennzeichnung erhalten. Damit genügt sie den Anforderungen der Europäischen Union. 

Die Analyse liefert den Medizinern Informationen über die Lungenfunktion und den Säure-Basen-Status eines Patienten mit Atemwegs- oder Stoffwechselanomalien. Sie sind für die Erstellung einer Diagnose, die Behandlung und die Überwachung des Fortschritts unerlässlich.

Üblicherweise wird eine dafür notwendige arterielle Blutprobe von speziell geschultem Personal durchgeführt. Durch v-TAC sind nun auch Mitarbeiter ohne gesonderte Ausbildung in der Lage, eine venöse Blutprobe zu entnehmen und diese Werte digital in arterielle Blutgaswerte umzuwandeln. Das könne nach Unternehmensangaben dazu beitragen, dass das medizinische Fachpersonal für andere Aufgaben frei wird.

„In einer Notfallsituation wie der COVID-19-Pandemie könnte Roche v-TAC den medizinischen Fachkräften auch dabei helfen, den Schweregrad der Krankheit bei Patienten schneller einzuschätzen und eine mögliche Verschlechterung bei Patienten mit Atemwegserkrankungen genau zu überwachen“, so Thomas Schinecker, CEO von Roche Diagnostics im südbadischen Grenzach-Wyhlen. „Digitale Werkzeuge wie Roche v-TAC, die auf klinischen Algorithmen basieren, können dazu beitragen, die Versorgung in Notfallsituationen zu verbessern und zu vereinfachen. Sie sind schneller dort einsetzbar, wo sie am dringendsten benötigt werden.“ mm

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