Roche beschleunigt Entwicklung von Krebsmedikamenten

16. Februar 2018 11:12

Basel - Das Basler Pharmaunternehmen Roche wird die US-Firma Flatiron Health übernehmen. Diese entwickelt Softwarelösungen, die in der Onkologie Anwendung finden.

Roche war bereits bislang mit 12,6 Prozent an Flatiron Health beteiligt, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Nun haben sich die Firmen definitiv darauf geeinigt, dass Roche sämtliche Aktien für 1,9 Milliarden Dollar übernehmen wird. Die Übernahme soll noch im ersten Halbjahr abgeschlossen sein.

Flatiron Health entwickelt einerseits Softwarelösungen für Gesundheitsakten in der Onkologie. Andererseits beschäftigt sich das in New York ansässige Unternehmen auch mit Analyselösungen für Daten aus der Krebsforschung. Durch die Zusammenarbeit mit onkologischen Praxen und medizinischen Zentren ist eine Plattform entstanden, durch welche Erkenntnisse aus den Erfahrungen von einzelnen Patienten gewonnen werden können.

„Dies ist ein wichtiger Schritt in unserer Strategie der personalisierten Medizin für Roche. Wir sind der Meinung, dass die Erkenntnisse aus der Praxis ein wichtiger Faktor sind, um die Entwicklung neuer Krebstherapien und den Zugang zu diesen Therapien zu beschleunigen“, wird Daniel O’Day, CEO von Roche Pharmaceuticals, in der Mitteilung zitiert.

Flatiron Health hat neue Ansätze über die Verwendung von Daten in Entscheidungsprozessen der Aufsichtsbehörden entwickelt. Zudem habe es Software lanciert, „die das Unternehmen einzigartig positioniert, um die Verwendung von Erkenntnissen aus der Praxis in Gesundheitseinrichtungen voranzutreiben“, wie Roche erklärt. „Als ein führendes Technologieunternehmen in der Onkologie ist Flatiron Health bestens positioniert, um die Technologie- und Datenanalyse-Infrastruktur bereitzustellen, die nicht nur für die Forschung und Entwicklung von Roche, sondern in der gesamten Branche benötigt wird. Ein wichtiger Grundsatz dabei ist die Wahrung der Autonomie von Flatiron und ihre Fähigkeit, ihre Dienstleistungen weiterhin allen bestehenden und zukünftigen Partnern anzubieten“, so O’Day. jh

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