Robotisierung soll nicht besteuert werden

07. Dezember 2018 13:48

Bern - Die Robotisierung stellt keine Gefahr für die Steuereinnahmen dar, stellt der Bundesrat in einem Bericht fest. Er will eventuelle Mindereinnahmen bei den Sozialversicherungen über bestehende Steuern ausgleichen. Eine Robotersteuer gefährde hingegen das Produktivitätswachstum.

Die zunehmende Digitalisierung hat derzeit keine negativen Auswirkungen auf Arbeit und Löhne in der Schweiz, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Dies sei das Ergebnis einer von ihm erhobenen „Prospektivstudie über die Auswirkungen der Robotisierung in der Wirtschaft auf das Steuerwesen und auf die Finanzierung der Sozialversicherungen“. Der Bericht war in Erfüllung eines entsprechenden Postulats des ehemaligen Nationalrats Jean-Christophe Schwab (SP/VD) erstellt worden.

In der von Schwab angeregten Prospektivstudie wurden drei mögliche Lösungsansätze für die Sicherung der Sozialversicherungen im Falle von Mindereinnahmen aufgrund der Robotisierung untersucht. Im einzelnen wurden die Auswirkungen einer Robotersteuer, einer breiter gefassten Grundlage für die Sozialversicherungsbeiträge sowie einer Erhöhung der Mehrwertsteuer analysiert.

Im Ergebnis empfiehlt der Bericht, die Sozialversicherungen über eine Erhöhung bestehender Steuern zu sichern. Neue Steuern hingegen könnten „das Produktivitätswachstum bremsen, indem sie Investitionen in die produktivsten Technologien vermindern“, schreibt der Bundesrat in der Mitteilung. hs

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