Robotisierung soll nicht besteuert werden

Auch künftig soll der Tänzer besteuert werden, nicht der Roboter, meint der Bundesrat. Der schwedische Choreograph Fredrik "Benke" Rydman tanzt mit einem ABB-Industrieroboter. Bild: Håkan Larsson

Die zunehmende Digitalisierung hat derzeit keine negativen Auswirkungen auf Arbeit und Löhne in der Schweiz, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Dies sei das Ergebnis einer von ihm erhobenen „Prospektivstudie über die Auswirkungen der Robotisierung in der Wirtschaft auf das Steuerwesen und auf die Finanzierung der Sozialversicherungen“. Der Bericht war in Erfüllung eines entsprechenden Postulats des ehemaligen Nationalrats Jean-Christophe Schwab (SP/VD) erstellt worden.

In der von Schwab angeregten Prospektivstudie wurden drei mögliche Lösungsansätze für die Sicherung der Sozialversicherungen im Falle von Mindereinnahmen aufgrund der Robotisierung untersucht. Im einzelnen wurden die Auswirkungen einer Robotersteuer, einer breiter gefassten Grundlage für die Sozialversicherungsbeiträge sowie einer Erhöhung der Mehrwertsteuer analysiert.

Im Ergebnis empfiehlt der Bericht, die Sozialversicherungen über eine Erhöhung bestehender Steuern zu sichern. Neue Steuern hingegen könnten „das Produktivitätswachstum bremsen, indem sie Investitionen in die produktivsten Technologien vermindern“, schreibt der Bundesrat in der Mitteilung. hs