Robotikexperte plädiert für rasche Einigung mit der EU

17. August 2021 12:54

Zürich - Die Schweiz habe gute Voraussetzungen, um langfristig eine wichtige Rolle in der Robotik zu spielen, so Marco Hutter, Professor und Mitgründer von ANYbotics, in einem Interview. Dafür müsse die gute Forschungszusammenarbeit mit der EU aber rasch wieder hergestellt werden.

Die Schweiz habe „super Voraussetzungen, langfristig eine wichtige Rolle in der Robotik zu spielen“, sagt Marco Hutter in einem Interview mit dem „Migros-Magazin“. Laut dem Assistenzprofessor für Robotiksysteme an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und Mitgründer des Start-ups ANYbotics zieht die Schweiz viele Talente und Investitionen in diesem Bereich an. Dies sei unter anderem den „Top-Universitäten“ und jenen Firmen zu verdanken, welche mit den Forschenden kooperieren.

Zwar sei es in der Schweiz noch nicht so wie im Silicon Valley oder in China, „wo einem Geld fast hinterher geworfen wird“. Aber das Potenzial werde auch in der Schweiz immer mehr erkannt. Nun sei es wichtig, „dass wir die Möglichkeit nicht verschlafen“.

Hutter spielt dabei insbesondere auf den Abbruch der Verhandlungen für das Rahmenabkommen mit der EU und dessen Folgen an. „Dass wir im Horizon-Forschungsrahmenprogramm der EU nur noch als Drittstaat behandelt werden, ist eine ziemliche Katastrophe“, sagt er im Interview. Es sei für den Forschungsplatz Schweiz „extrem wichtig“, dass schnell eine Einigung gefunden werde. Das europaweite Netzwerk sei „entscheidend, damit wir unsere Topposition halten können“, so Hutter. Sonst würden sich Talente und Firmen für andere Standorte entscheiden, warnt er. ssp

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