Rieter will in Winterthur keine Maschinen mehr montieren

29. Januar 2020 13:26

Winterthur - Der Rieter-Konzern hat im Geschäftsjahr 2019 starke Rückgänge beim Umsatz hinnehmen müssen. Für das laufende Halbjahr werden weitere Umsatzeinbussen erwartet. Um Kosten zu sparen, sollen die Kapazitäten verkleinert werden. In Winterthur wird dabei die Montage von Maschinen eingestellt.

Rieter schliesse das Geschäftsjahr 2019 „erwartungsgemäss mit einem deutlich tieferen Umsatz als im Vorjahr ab“, informiert der Winterthurer Maschinenbauer in einer Mitteilung. Ihr zufolge hat der Konzern 2019 Umsätze in Gesamthöhe von 760,0 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vorjahr hatte der Gesamtumsatz um 29 Prozent höher gelegen. Insbesondere der Umsatz mit Neumaschinen im Geschäftsbereich Machines & Systems habe im Berichtsjahr „mit einem Rückgang von 42 Prozent auf sehr niedrigem Niveau“ gelegen, schreibt Rieter

Auch im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Konzern damit, dass Ergebnis und  Umsatz im ersten Halbjahr „deutlich unter dem Niveau des Vorjahresperiode“ liegen werden. Rieter will daher am Standort Winterthur, den deutschen Standorten Süssen und Gersthofen, dem niederländischen Standort Enschede und dem tschechischen Standort Boskowitz Kapazitäten abbauen. In Winterthur wird dabei die Montage von Maschinen im Geschäftsbereich Machines & Systems eingestellt. „Davon werden voraussichtlich 87 Stellen von insgesamt 980 Stellen in der Schweiz betroffen sein“, informiert Rieter. 

Der Bau des Rieter Campus am Hauptsitz in Winterthur werde bei rechtzeitiger Erteilung der Baubewilligung noch in diesem Jahr beginnen. Hier will der Konzern sein Kundenzentrum sowie seine Produkt- und Technologieentwicklung zusammenfassen. hs

Aktuelles im Firmenwiki