Rieter schwenkt auf Erholungskurs

23. Oktober 2020 12:57

Winterthur - Die Bestellungen beim Rieter-Konzern in den ersten drei Quartalen 2020 sind schwächer als im Vorjahr ausgefallen. Im Vergleich zum Vorquartal haben sich die Aufträge im dritten Quartal aber fast vervierfacht. Das Unternehmen geht von einer Markterholung im ganzen zweiten Halbjahr aus.

Einer Mitteilung des Rieter-Konzerns zufolge hat der weltweit aktive Winterthurer Hersteller von Textilmaschinen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres Bestellungseingänge in Gesamthöhe von 425,1 Millionen Franken verbuchen können. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang um 19 Prozent.

Im dritten Quartal 2020 wurde jedoch eine Steigerung der Eingänge beobachtet. Konkret stiegen die Bestellungseingänge gegenüber dem Vorquartal von 45,7 Millionen auf 174,4 Millionen Franken an. Der Konzern geht davon aus, dass sich die Markterholung in der Textilbranche auch in den kommenden Monaten fortsetzt. Seien im April dieses Jahres nur 40 Prozent der Spinnereien weltweit in Betrieb gewesen, so habe sich dieser Anteil per Ende September auf rund 90 Prozent gesteigert, schreibt Rieter.

Das Unternehmen rechnet damit, hinsichtlich Umsatz und Profitabilität im zweiten Halbjahr 2020 bessere Kennzahlen ausweisen zu können als im ersten Halbjahr. „Aufgrund kundenseitig verschobener Auslieferungen“ werde der Konzern jedoch auch das zweite Halbjahr „und somit das Gesamtjahr 2020“ einen Nettoverlust verbuchen müssen, schreibt Rieter.

Zur Stärkung der eigenen Marktposition will Rieter seine Innovationsstrategie weiter fortsetzen. Die Bauarbeiten des hierbei geplanten Rieter-Campus in Winterthur sollen „abhängig von der Geschäftslage“ in der ersten Hälfte des kommenden Jahres begonnen werden. hs

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