Rieter rechnet mit Verlust

27. Januar 2021 13:02

Winterthur - Die Pandemie hat die Umsätze von Rieter 2020 um 25 Prozent unter den Vorjahreswert gedrückt. Bei Betriebs- und Konzernergebnis rechnet der international aktive Hersteller von Textilmaschinen mit Verlusten. Ein hoher Bestellungsbestand stimmt für das laufende Jahr optimistischer.

Einer Mitteilung von Rieter zufolge hat der international tätige Hersteller von Textilmaschinen im Geschäftsjahr 2020 Umsätze in Gesamthöhe von 573,0 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 25 Prozent. Der Konzern führt die Entwicklung auf die durch die Coronavirus-Pandemie stark beeinträchtigte Nachfrage weltweit zurück.

Den grössten relativen Umsatzrückgang hatte Rieter im Berichtsjahr in der Region Indien verbuchen müssen. Hier fielen die Umsätze im Jahresvergleich um 49 Prozent auf 50,8 Millionen Franken zurück. In der Türkei hatte der Konzern hingegen eine Umsatzsteigerung um 83 Prozent auf 122,0 Millionen Franken realisieren können.

Auch bei den Bestellungseingängen musste Rieter Abstriche im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Insgesamt fiel ihr Wert im Berichtsjahr mit 640,2 Millionen Franken um 31 Prozent hinter 2019 zurück. Dabei hatte der Konzern in den beiden letzten Quartalen eine Erholung der Bestellungseingänge beobachtet. Zum Jahresende 2020 lag der Bestellungsbestand mit 560 Millionen Franken zudem um rund 60 Millionen Franken über dem Vorjahreswert. Für das erste Semester des laufenden Geschäftsjahres geht Rieter laut Mitteilung trotzdem von einem Umsatz „unterhalb der Gewinnschwelle“ aus.

Beim Betriebsergebnis (EBIT) rechnet Rieter im Berichtsjahr mit einer negativen Marge im Bereich von -15 Prozent. Auch beim Reinergebnis wird ein Verlust in der Grössenordnung von 16 Prozent des Umsatzes erwartet, informiert der Konzern in der Mitteilung. Seinen detaillierten Jahresabschluss 2020 wird Rieter am 9. März kommunizieren. hs

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