Rieter kämpft mit Umsatzrückgang

10. März 2020 13:15

Winterthur - Die Umsätze des Rieter-Konzerns sind 2019 deutlich hinter den Vorjahreswert zurückgefallen. Beim Reingewinn hob der Verkauf eines Grundstücks den weltweit tätigen Hersteller von Textilmaschinen in die schwarzen Zahlen. Der Konzern will Kapazitäten abbauen.

Die Umsätze des Geschäftsjahres 2019 seien erwartungsgemäss deutlich unter Vorjahr ausgefallen, schreibt Rieter in einer Mitteilung zum Jahresergebnis des Winterthurer Herstellers von Textilmaschinen. Konkret ging der Gesamtumsatz des Konzerns im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 760,0 Millionen Franken zurück. Dabei musste Rieter in allen Weltregionen Umsatzeinbussen verbuchen. Der stärkste Rückgang wurde dabei in der Türkei verzeichnet. Hier fielen die Umsätze im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 66,8 Millionen Franken zurück.

Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel 2019 hingegen mit 84,9 Millionen Franken fast doppelt so hoch wie im Vorjahr aus. Allerdings sei hier ein einmaliger Gewinn aus der Veräusserung des Grundstücks von Rieter im deutschen Ingolstadt in Höhe von 94,5 Millionen Franken verbucht worden, erläutert der Konzern. Als Reingewinn wurden 52,4 Millionen Franken ausgewiesen. Hier hatte der entsprechende Gewinnbeitrag aus dem Grundstücksverkauf 67,2 Millionen Franken betragen.

Für die erste Hälfte des laufenden Jahres geht Rieter erneut von rückläufigen Werten bei Umsatz und Betriebsergebnis aus. Im zweiten Halbjahr werde aber ein über der Vorjahresperiode liegendes Niveau erwartet, schreibt der Konzern in der Mitteilung. Das im Januar kommunizierte „Programm zur Kapazitätenanpassung“ laufe planmässig. Hier hatte Rieter angekündigt, am Standort Winterthur, den deutschen Standorten Süssen und Gersthofen, dem niederländischen Standort Enschede und dem tschechischen Standort Boskowitz (Boskovice) zu verkleinern. In Winterthur wird dabei die Montage von Maschinen im Geschäftsbereich Machines & Systems eingestellt. hs

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