Rieter baut Stellen ab

13. März 2019 13:38

Winterthur ZH - Die Bestellungseingänge bei Rieter sind im Geschäftsjahr 2018 im Jahresvergleich deutlich gesunken. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Winterthurer Textilmaschinenhersteller daher mit weniger Umsatz und Gewinn. In Konsequenz sollen Stellen abgebaut werden.

Einer Mitteilung von Rieter zufolge hat der Winterthurer Hersteller von Textilmaschinen seinen Gesamtumsatz 2018 im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 1,075 Milliarden Franken steigern können. Auch der Konzerngewinn legte gegenüber 2017 mit einer Steigerung von 13,3 Millionen auf 32,0 Millionen Franken deutlich zu. Die EBIT-Marge ging hingegen im Jahresvergleich von 5,4 auf 4,0 Prozent zurück. In der Mitteilung macht Rieter dafür hauptsächlich „einen unvorteilhaften Produktmix im Geschäftsbereich Machines & Systems“ sowie „Einmalkosten im Zusammenhang mit dem Aufbau der zentralen Logistik in Europa“ verantwortlich.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen nun laut Mitteilung mit einem „deutlichen Rückgang von Umsatz, EBIT und Reingewinn“. Hintergrund ist eine seit dem zweiten Halbjahr 2018 spürbare Abschwächung in der Nachfrage. Sie wirkte sich bereits im Geschäftsjahr 2018 in einem Rückgang der Bestellungseingänge um 17 Prozent im Jahresvergleich aus. Konkret konnte Rieter 2018 Bestellungen in Gesamthöhe von 868,8 Millionen Franken verbuchen, im Jahr zuvor hatte der Wert bei 1,052 Milliarden Franken gelegen. Der Konzern reagiert mit einem Kostensparprogramm, bei dem auch die Kapazitäten verkleinert werden sollen. Weltweit will Rieter dabei rund 5 Prozent der Stellen abbauen. hs

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