Riehen soll zweite Erdwärmeanlage erhalten

12. Mai 2020 14:11

Riehen BS - Die Gemeinde Riehen will ihr mit Erdwärme betriebenes Fernwärmenetz ausbauen. Dafür plant sie eine zweite Geothermieanlage. Der Wärmeverbund Riehen rechnet mit Investitionen von 14 Millionen Franken. Um sie zu stemmen, erhöhen die IWB ihren Anteil am Unternehmen. 

Riehen betreibt seit 1994 eine Geothermieanlage. Mit ihr wird warmes Wasser aus einer Tiefe von 1500 Metern geholt und für die Heizung eines 38 Kilometer langen Fernwärmenetzes genutzt. Derzeit versorgt das Netz 8500 Einwohner mit Wärme. Die bestehende Anlage hat eine Leistung von 23,3 Gigawattstunden.

Die Gemeinde Riehen rechnet laut einer Mitteilung mit einer steigenden Nachfrage. Sie will weitere 4000 Einwohner an das Netz anschliessen. Deshalb hat sie bereits 2018 eine Machbarkeitsstudie für eine zweite Geothermieanlage anfertigen lassen. Nun sollen Probebohrungen die Verfügbarkeit von weiterem warmen Wasser nachweisen. Die Gemeinde sieht die Risiken als gering an.

Der Investitionsbedarf für das Projekt geo2riehen, der sowohl Neu- als auch Ersatzinvestitionen umfasst, wird auf 42 bis 49 Millionen Franken geschätzt. Der grössere Teil könnte durch verschiedene Subventionsbeträge gedeckt werden. Dennoch müsste die Wärmeverbund Riehen AG (WVR) für das Projekt 14 Millionen Franken aufbringen. 

Die beiden WVR-Aktionäre, die Gemeinde Riehen und die Industriellen Werke Basel (IWB), haben sich deshalb auf einen neuen Anteilsschlüssel geeinigt. Bisher halten die Gemeinde 72,9 Prozent, die IWB 27,1 Prozent. Künftig sollen beide Aktionäre je 50 Prozent halten. Die IWB wollen entsprechend mehr finanzielle Verantwortung übernehmen. stk

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