Ressourcenverbrauch steht im Gebäudebereich im Fokus

19. Dezember 2019 09:47

Madrid - Ein neuer Bericht des International Resource Panel hat sich mit dem Zusammenhang zwischen Ressourcenverbrauch und Klimaschutz beschäftigt. Demnach könnten durch die Einsparung von Material im Gebäudebereich die CO2-Emissionen deutlich gesenkt werden.

Das International Resource Panel (IRP) hat im Auftrag der G7-Länder einen neuen Bericht vorgelegt, der sich mit dem Zusammenhang zwischen Material- und Designeffizienz und dem Klimaschutz auseinandersetzt. Bei Bau und Herstellung entstehen 80 Prozent der Emissionen, welche insgesamt durch die Erstnutzung produziert werden. Der Bericht setzt sich mit den CO2-intensivsten Produkten in diesem Sektor auseinander: Wohnhäuser und Personenautos.

Laut des Berichts könnte eine effizientere Herstellung und Nutzung von Materialien bei Wohnhäusern und Personenautos die CO2-Emissionen zwischen 2016 und 2060 in den G7-Staaten um bis zu 25 Gigatonnen reduzieren. Das ist doppelt so viel wie die jährlichen Emissionen aller weltweiten Kohlekraftwerke zusammen.

Im Hinblick auf den Gebäudebereich könnten die G7-Staaten laut des Berichts bei Wohnhäusern bis 2050 insgesamt 170 Millionen Tonnen an CO2 einsparen – bei Nutzung bereits bekannter Technologien. Indien könnte 270 Millionen Tonnen einsparen, China sogar 350 Millionen Tonnen.

Der Bericht zeigt zudem, dass bei der Herstellung von Materialien für Wohnhäuser die CO2-Emissionen der G7-Staaten, Indien und China bis 2050 um 50 bis 80 Prozent reduziert werden könnten, wenn der Umgang mit dem Material effizienter wäre. Zu den vielversprechendsten Strategien gehören eine bessere Nutzung des zur Verfügung stehenden Raumes, die Nutzung von nachhaltigem Holz statt Zement und Mauerwerk, eine bessere Wiederverwertung und der Bau von leichteren Gebäuden, indem weniger CO2-intensiver Materialien wie Stahl, Zement und Glas genutzt werden.

Wenn alleine der genutzte Raum in den G7-Staaten um 20 Prozent reduziert würde, könnten die bei der Materialproduktion entstehenden CO2-Emissionen bis 2050 um 73 Prozent reduziert werden. Geteilter Wohnraum und kleinere Wohnungen – insbesondere nachdem Kinder aus dem Heim der Eltern ausgezogen sind – wären weitere Massnahmen, die zu einer deutlichen CO2-Reduzierung führen würden. es

Aktuelles im Firmenwiki