Reiche verlieren an Vermögen

09. Juli 2019 15:00

Paris - Nach sieben Jahren Wachstum ist das globale Vermögen der Wohlhabenden 2018 erstmals wieder gesunken. Dies zeigt ein Bericht des Beratungsunternehmens Capgemini. Die grössten Vermögensverluste müssen Chinesen hinnehmen.

Sieben Jahre lang sind Millionäre weltweit immer reicher geworden. Dieser Trend kommt 2018 zu einem Ende: Erstmals ist das Vermögen der Wohlhabenden zurückgegangen – nämlich um 3 Prozent auf 68,1 Billionen Dollar. Die Zahlen gehen aus dem World Wealth Report 2019 des Beratungsunternehmens Capgemini hervor.

Für mehr als ein Viertel des weltweiten Vermögensverlustes stand 2018 China. Die Wirtschaft des Landes wächst weniger stark und auch der Handelskrieg mit den USA hinterlässt Spuren. Aber auch in Europa haben Reiche an Vermögen verloren. Laut der Studie ist Europa für 24 Prozent des globalen Vermögensverlustes verantwortlich. Alleine im Nahen Osten ist das Vermögen der Reichen gestiegen. 2018 ist weiter auch die Zahl der Dollar-Millionäre weltweit um 0,3 Prozent auf 18 Millionen zurückgegangen.

Mehr als 60 Prozent aller vermögenden Privatpersonen weltweit (High Net Worth Individuals, HNWI) leben in den USA, Japan, Deutschland und China. Die Schweiz folgt an siebter Stelle hinter Frankreich und Grossbritannien. Im Jahr 2018 lebten dem Bericht zufolge insgesamt 384.000 vermögende Privatpersonen in der Schweiz. Im Vorjahr waren es 389.000. ssp

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