Reiche investieren für Altersvorsorge

09. September 2021 14:03

Freienbach SZ - Wohlhabende Schweizerinnen und Schweizer investieren vornehmlich für die Alters­vorsorge. Bei der Nutzung automatisierter Empfehlungen für Investitionen und beim Crowdfunding hinkt die Schweiz hinterher. Das hat eine weltweite Avaloq-Umfrage über die Motivation für Investitionen ergeben.

Eine weltweite Umfrage von Avaloq unter sehr wohlhabenden Anlegern hat zutage gefördert, dass sich die Beweggründe für Investitionen stark unterscheiden. Für die Schweiz lässt sich demnach sagen, dass die Hauptmotivation dieser Personengruppe zu investieren die eigene Altersvorsorge ist. Sie wurde von 69 Prozent der Befragten an erster Stelle genannt.

Mit grossem Abstand folgen als Beweggründe, Immobilieneigentum zu schaffen (33 Prozent) und die persönliche zukünftige medizinische Versorgung zu sichern (32 Prozent). Ein Viertel der Schweizer Investoren legt sein Geld an, um damit eigene unternehmerische Aktivitäten zu finanzieren.

Insgesamt 11 Prozent wollen durch ihre Anlagen Geld für die ältere Generation ansparen. 24 Prozent denken dabei an die jüngere Generation. In Deutschland liegen diese Werte mit 24 und 36 Prozent deutlich höher. Indien (44 und 52 Prozent) und China (35 Prozent und 64 Prozent) erreichen bei diesen beiden Motivationen die Spitzenwerte.

In Europa nutzen Deutsche mit 17 Prozent Anlageberatungen durch Roboter am häufigsten, Schweizer mit 8 Prozent am wenigsten. Hier liegt China mit 52 Prozent weltweit vorn. Den zweitletzten Platz vor Japan (5 Prozent) nimmt die Schweiz (6 Prozent) bei Investitionen via Schwarmfinanzierungsplattformen ein. In Hongkong ist diese Anlageform für 42 Prozent der Befragten relevant.

Nirgendwo in Europa investieren so viele der Befragten in Kryptowährungen wie in Deutschland (45 Prozent). Im Vergleich dazu sind es in der Schweiz 25 Prozent und bei Schlusslicht Japan 11 Prozent.

Laut der Umfrage managen 73 Prozent der befragten Schweizer Anleger ihr Vermögen selbst. 18 Prozent nehmen Beratung in Anspruch. 10 Prozent der Schweizer und 23 Prozent der Deutschen wollen dies künftig tun. mm

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