Reallöhne steigen weiter

30. Oktober 2019 12:45

Zürich - Im laufenden Jahr werden die Reallöhne in der Schweiz durchschnittlich um ein halbes Prozent steigen, im nächsten Jahr dürfte die Reallohnerhöhung etwas tiefer ausfallen. Dies hat die jährliche Lohnumfrage der UBS ergeben.

Für ihre diesjährige Lohnumfrage hat die UBS 335 Unternehmen und eine Reihe Verbände aus 22 Branchen befragt, informiert die Zürcher Grossbank in einer Mitteilung. Den Ergebnissen zufolge wird die diesjährige durchschnittliche nominale Lohnanpassung bei 0,9 Prozent liegen. Abzüglich einer Inflationserwartung von 0,4 Prozent ergibt sich damit eine Steigerung der Reallöhne um 0,5 Prozent. Für das kommende Jahr gehen die Befragten von durchschnittlichen Erhöhungen der Nominallöhne um 0,8 und einer Teuerung von 0,5 Prozent aus. Damit fiele die Reallohnerhöhung mit 0,3 Prozent etwas schwächer aus als in diesem Jahr.

Dank der niedrigen Inflation könnten in diesem Jahr die Arbeitnehmer aller Branchen mit einer Reallohnsteigerung rechnen, heisst es weiter in der Mitteilung. In den Branchen Tourismus und Metalle liegt die Nominallohnsteigerung allerdings nur knapp über der Teuerung. Den grössten Zuwachs bei den Reallöhnen werden in diesem Jahr die Branchen Uhren und Schmuck sowie Informatik und Telekommunikation verbuchen können. Im kommenden Jahr werden der Chemie- und Pharmabranche die grössten Reallohnzuwächse prognostiziert. Andere Branchen, wie Auto, Elektro und Metall müssen sich 2020 auf eine Nullrunde gefasst machen. Dem Tourismus wird eine unterhalb der Inflationserwartung liegende Nominallohnsteigerung um 0,3 Prozent vorausgesagt. hs

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