Raiffeisen weist operative Erfolge aus

01. März 2019 12:13

St.Gallen - Die Raiffeisen Gruppe blickt auf ein operativ erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Auch bei der Einwerbung von Neugeldern kann die Bankengruppe Erfolge vorweisen. Der Gewinn wurde allerdings gegenüber 2017 von Sondereffekten geschmälert.

„2018 war das Jahr der Aufarbeitung und des Neustarts“, schreibt Raiffeisen Schweiz in der Mitteilung zum Jahresergebnis der Bankengruppe. Im Zusammenhang mit der Entflechtung der Unternehmensstrukturen hat Raiffeisen Schweiz dabei unter anderem ein neues Kernbankensystem eingeführt. Zudem sei „die Werthaltigkeit sämtlicher Beteiligungen von Raiffeisen Schweiz geprüft“ und die Privatbank Notenstein La Roche an Vontobel verkauft worden.

Für eine realistischere Darstellung der aktuellen Situation präsentiert die Raiffeisen Gruppe ihre Finanzkennzahlen 2018 in der Mitteilung unter Ausschluss des Beitrags der verkauften Notenstein La Roche. Im Brutto-Zinsgeschäft konnte die Bankengruppe dabei ein Wachstum von 1,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken verzeichnen. Die Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legten um 5,4 Prozent auf 403 Millionen Franken zu. Zudem konnte Raiffeisen Netto-Neugelder in Höhe von 6,3 Milliarden Franken einwerben.

Die Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Rückstellungen „für die Transaktion rund um den Erwerb der Arizon Sourcing AG“ in Höhe von 69 Millionen Franken summierten sich laut Mitteilung auf den Gruppengewinn beeinträchtigende Sondereffekte in Höhe von 270 Millionen Franken. Im Vergleich zum „Rekordjahr 2017“ weist die Raiffeisen Gruppe einen um 41,0 Prozent geringeren Gruppengewinn von 541 Millionen Franken aus. Beim Aufwand-Ertrags-Verhältnis musste eine Verschlechterung von 60,8 auf 64,9 Prozent hingenommen werden.

Hinsichtlich ihrer Kapitalisierung sieht sich die Bankengruppe gut aufgestellt. Risikogewichtete und ungewichtete Kapitalquote konnten im Berichtsjahr jeweils um 0,5 Prozentpunkte auf 17,5 Prozent beziehungsweise 7,6 Prozent gesteigert werden. Damit übertreffe die Bankengruppe „die aktuell gültigen Kapitalanforderungen des Regulators komfortabel“, schreibt Raiffeisen Schweiz. hs

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