Raiffeisen verselbstständigt Niederlassungen

24. Juni 2021 12:32

St.Gallen - Raiffeisen Schweiz will ihre sechs Niederlassungen bis 2023 verselbstständigen. Damit soll der Genossenschaftscharakter von Raiffeisen gestärkt werden. Der Anfang wird nächstes Jahr mit den Niederlassungen in Bern und Thalwil ZH gemacht.

Raiffeisen Schweiz hat ihre diesjährige Generalversammlung vom 19. bis 21. Juni mittels elektronischer Abstimmung durchgeführt, informiert die Genossenschaftsbankengruppe in einer Mitteilung. Dabei habe die Gruppe „einen starken Jahresabschluss präsentiert“, heisst es dort weiter. Zudem hätten die Vertretungen der Raiffeisenbanken in konsultativen Abstimmungen mehrheitlich den Vergütungsbericht 2020 sowie den Vergütungsrahmen 2022 für Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gutgeheissen.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Generalversammlung stand jedoch die Verselbstständigung der Niederlassungen von Raiffeisen Schweiz. Der entsprechende Wille sei bereits im Rahmen der 2019 verabschiedeten Eignerstrategie der Gruppe formuliert worden, wird in der Mitteilung erläutert. An der Generalversammlung haben nun 98 Prozent der Delegierten der Raiffeisenbanken die Verselbstständigung aller sechs Niederlassungen in Bern, Thalwil, St.Gallen, Winterthur, Basel und Zürich beschlossen.

„Mit der Verselbstständigung der Niederlassungen stärkt Raiffeisen den genossenschaftlichen Gedanken“, wird Guy Lachappelle, Verwaltungsratspräsident von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Jede Raiffeisenbank ist eine Genossenschaft – und zwar konsequent.“ So könnten zukünftig Kundinnen zu Genossenschaftern ihrer Raiffeisenbank werden und deren Geschicke mitbestimmen.

Der Auftakt der Verselbstständigungen soll Anfang 2022 mit den Niederlassungen in Bern und Thalwil gemacht werden. Mitte nächsten Jahres werden die Niederlassungen in Winterthur und St.Gallen folgen. Der Abschluss wird Anfang 2023 mit den Niederlassungen in Basel und Zürich gemacht. hs

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