Raiffeisen verabschiedet Eignerstrategie

18. November 2019 14:32

St.Gallen - Die Delegiertenversammlung der Raiffeisen Gruppe hat deren Gruppen-Governance modernisiert und ihr eine Eignerstrategie gegeben. Beides soll für die Zukunft die transparente Steuerung von Raiffeisenbanken und Raiffeisen Schweiz sicherstellen.

Mit den Entscheidungen der Delegiertenversammlung schlage die Raiffeisen Gruppe „ein neues Kapitel ihrer Geschichte auf“, schreibt Raiffeisen Schweiz in der entsprechenden Mitteilung. Im Kern der neuen Gruppen-Governance steht der Grundsatz „one bank, one vote“, der auch die Einführung einer Generalversammlung beinhaltet, heisst es dort weiter. Im Rahmen des Projekts Reform 21 hatten die Raiffeisenbanken zudem „eine klare Gremienstruktur in ihrer Innenorganisation entworfen, um ihre Meinungen zu richtungsweisenden Entscheiden mittels legitimierter Vertreter in die Gruppe einzubringen“, schreibt Raiffeisen Schweiz. Diese Gremienstruktur wurde nun auf der Delegiertenversammlung der Banken beschlossen. Sie legte auch die Art des Austauschs zwischen den neu geschaffenen Gremien der Raiffeisenbanken und den Organen der Zentrale in St.Gallen, Raiffeisen Schweiz, fest. Zudem soll in Zukunft über die Vergütung der Führungskräfte von Raiffeisen Schweiz „konsultativ abgestimmt“ werden.

„Raiffeisen hat durch den Reformprozess das Vertrauen innerhalb der Gruppe gestärkt und steht geschlossen hinter den erarbeiteten Ergebnissen“, wird Guy Lachappelle, Präsident des Verwaltungsrats von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert. Dadurch seien auch „Altlasten bereinigt“ worden, setzt Lachappelle hinzu. Nun sei der Weg frei, „für den Blick nach vorne“. Hier soll der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz als nächstes eine Gruppenstrategie für den Umgang mit dem Tiefzinsumfeld und veränderten Kundenbedürfnissen sowie für eine Diversifizierung der Geschäftsfelder erarbeiten. hs

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