Raiffeisen bleibt auf Wachstumskurs

21. August 2019 13:19

St.Gallen - Die Raiffeisen Gruppe hat ihre Erträge im Kerngeschäft im ersten Halbjahr 2019 weiter steigern können. Zudem wurde ein markanter Zufluss an Nettoneugeldern verbucht. Abschreibungen und Wertberichtigungen drückten den Gewinn jedoch unter den Vorjahreswert.

„Die Raiffeisen Gruppe hat im ersten Halbjahr 2019 mit der Vereinfachung der Gruppenstruktur, der Einführung des neuen Kernbankensystems und der Lancierung des Effizienzprogramms bei Raiffeisen Schweiz wesentliche Meilensteine erreicht“, erläutert Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz, in einer Mitteilung der Bankengruppe zu deren Halbjahresergebnis „Trotz der notwendigen Neuausrichtung und des anspruchsvollen Umfelds hat Raiffeisen ein gutes operatives Ergebnis erwirtschaftet.“

Für eine realistischere Darstellung der aktuellen Situation präsentiert die Raiffeisen Gruppe ihre Finanzkennzahlen für das erste Semester 2019 in der Mitteilung unter Ausschluss des Beitrags der im Juli 2018 verkauften Privatbank Notenstein La Roche. Im Zinsgeschäft konnte die Bankengruppe dabei ein Wachstum von 1,1 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken verzeichnen. Die Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legten um 0,4 Prozent auf 208 Millionen Franken zu. Zudem konnte Raiffeisen Nettoneugelder in Höhe von 4,9 Milliarden Franken einwerben.

Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie eine erstmals angefallene ordentliche Abschreibung auf dem neuen Kernbankensystem summieren sich laut Mitteilung auf den Gruppengewinn beeinträchtigende Sondereffekte in Höhe von 64 Millionen Franken. Der Gruppengewinn sei infolgedessen mit 355 Millionen Franken um 14,7 Prozent hinter seinem Vorjahreswert zurückgeblieben, erläutert Raiffeisen. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis konnte aber nach einem Hoch von 64,9 Prozent per Jahresende 2018 im Berichtshalbjahr auf 61,5 Prozent gesenkt werden und liegt somit wieder in etwa auf dem Vorjahreswert. hs

Aktuelles im Firmenwiki