Rahmenabkommen ist für Maschinenbau unverzichtbar

14. Juni 2019 11:40

Zürich - Die unmittelbaren Nachbarregionen der Schweiz bilden den wichtigsten Absatzmarkt für die heimische Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, unterstreicht eine Studie von Swissmem. Zudem ist die Vernetzung über die Grenzen hinweg hoch. Der Branchenverband hält daher ein Rahmenabkommen mit der EU für unverzichtbar.

Die Nachbarregionen der Schweiz in Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich sind für die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) als Absatzmarkt ebenso wichtig wie die USA und China zusammen, erläutert Swissmem in einer Mitteilung. Der Branchenverband hat die Rolle der Nachbarregionen für die heimische MEM-Industrie von BAK Economics untersuchen lassen. Den Ergebnissen der entsprechenden Studie zufolge summierten sich die Exporte der MEM-Branchen in die Nachbarregionen 2018 auf 13,4 Milliarden Franken. Die Exporte in die USA und China brachten es 2018 auf insgesamt 13,7 Milliarden Franken.

Darüber hinaus sei „die Vernetzung der MEM-Industrie mit den Nachbarregionen aussergewöhnlich hoch und im gesamtwirtschaftlichen Vergleich überdurchschnittlich stark“, schreibt Swissmem in der Mitteilung. So habe jedes zweite MEM-Unternehmen mit einem Standort im Ausland eine solche in der Nachbarregion. Der gleiche Anteil ergibt sich auch bei den den grenzüberschreitenden Forschungs- und Entwicklungskooperationen in der Schweizer MEM-Industrie.

Dieses „grenzüberschreitende Produktions- und Forschungsnetzwerk“ ist nach Ansicht von Swissmem auf die bilateralen Abkommen der Schweiz mit der EU angewiesen. Fast neun von zehn Mitgliedsfirmen bezeichneten diese für ihr eigenen Unternehmen als unverzichtbar, erläutert der Branchenverband in der Mitteilung. „Diese Studienergebnisse bestärken mich, weiterhin vehement für den Erhalt und die Weiterentwicklung des bilateralen Weges zu kämpfen“, wird Swissmem-Präsident Hans Hess dort zitiert. Dafür brauche es „zwingend ein Rahmenabkommen“. hs

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