PXL Vision ermöglicht sichere digitale Identitäten

28. November 2019 10:46

Zürich - PXL Vision hat ein vertrauenswürdiges Verfahren zur Prüfung digitaler Identitäten entwickelt. Damit können auch ausserhalb von Dienstzeiten Bankkonten eröffnet oder Mobiltelefon-Abonnements abgeschlossen werden.

PXL Vision stellt Dienstleistern ein einfaches und sicheres Verfahren zur Überprüfung digitaler Identitäten zur Verfügung. Mit ihrer Geschäftsidee konnte die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) bereits verschiedene Unternehmen und deren Kunden überzeugen. Wie die ETH erklärt, ersetzt dabei ein Smartphone die Menschen, die heute am Bankschalter oder bei einem Mobilfunkanbieter die Identität potenzieller Kundinnen und Kunden prüfen. 

Zunächst werden Vorder- und Rückseite des Ausweises gescannt. Gemeinsam mit einem kurzen Selfie-Video werden die Scans in einer App auf einem zertifizierten Schweizer Server hochgeladen. Das System prüft innert Sekunden, ob tatsächlich ein Mensch vor der Kamera steht und ob dieser mit dem Dokument übereinstimmt. So kämen Kunden sofort und automatisiert zu ihrem Mobil-Abonnement oder Bankkonto. An Ladenöffnungszeiten seien sie so nicht mehr gebunden.

Die Technologie namens Daego unterstützt alle internationalen Reisedokumente und Ausweispapiere. Die Telekommunikationsfirma Sunrise ist ein Partner der ersten Stunde. „Die Firma hatte erst grosse Bedenken, ob ihre Kunden die neue Technologie akzeptieren“, erklärt einer der Gründer von PXL Vision, Karim Nemr. Doch seien diese unbegründet gewesen. „Die Leute haben unabhängig von Alter oder Geschlecht kein Problem damit, sich digital auszuweisen.“ Geholfen habe laut Nemr auch das vertrauensbildende Spin-off-Label der ETH.

PXL Vision betreibt Entwicklungszentren in Armenien und Serbien. Als nächstes will sich das Unternehmen in der Finanzindustrie etablieren, um dann in den USA und Asien Fuss zu fassen. „Jährlich werden Milliarden von persönlichen Daten geklaut und missbräuchlich verwendet“, sagt Nemr. „Es gibt also ein riesiges Vertrauensproblem. Und wir haben eine Lösung dafür.“ mm

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