PwC gibt Handlungsempfehlung gegen die Krise

29. Juni 2020 15:30

Zürich - Die Krise meistern ist das Kernthema einer umfänglichen Ausarbeitung von PwC Schweiz mit dem Wirtschaftsdachverband economiesuisse. Darin werden Handlungsfelder aufgezeigt und auch erfolgreiche „Krisenchampions“ vorgestellt.

Die Corona-Krise setzt der Schweizer Wirtschaft kräftig zu. Zu Anfang waren vor allem international vernetzte Firmen betroffen, weil durch die allgegenwärtige Abschottung in anderen Ländern Transportwege dichtgemacht und die alltägliche Kooperation erschwert wurde. Mit den Schliessungen innert der Schweiz traf es auch den Binnenmarkt und damit besonders kleine und mittlere Unternehmen. In einer Ausarbeitung unter dem Titel „Krisenchampions - Was sollten Schweizer Unternehmen jetzt tun, um gestärkt aus der Krise zu kommen?“ haben PricewaterhouseCoopers (PwC) Schweiz und der Dachverband economiesuisse auf 38 Seiten Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft vorgelegt.  

Sie reichen von einem Interview mit economiesuisse-Präsident Heinz Karrer, der die „Zeit für kreative Ideen und mehr Tempo in der Digitalisierung“ gekommen sieht, bis zur Vorstellung von sechs „Erfolgsgenen“ für den nachhaltigen Umgang mit der Krise. So wollen 47 Prozent der Schweizer CFO nach der Krise die Automatisierung vorantreiben, wie aus einer PwC-Erhebung vom April hervorgeht. „Die Pandemie hat einen Digitalisierungsschub ausgelöst. Home-Office, Online-Absatzkanäle, virtuelle Meetings oder Schulunterricht über das Internet wurden zum notgedrungenen Standard und entpuppten sich als Chance, neue Wege zu beschreiten“, stellt Karrer fest. Aber es fehle noch an Anpassungen bei der digitalen Infrastruktur und den relevanten Gesetzgebungen. „Zum Beispiel fehlt weiterhin eine staatlich anerkannte elektronische Identität. Diese stellt die Grundlage für die Weiterentwicklung der digitalen Schweiz dar.“  Diese könne bei wichtigen Kaufgeschäften oder bei Kontakten mit den Behörden zentral sein.

In den sogenannten Handlungsfeldern wird darauf verwiesen, dass Krisenmanagement auch Kontrolle bedeutet, Prävention günstiger als Schadensbehebung sei, Mitarbeitende gerade in Krisenzeiten besonders zu pflegen seien. Es folgen das Handlungsfeld digitale Transformation und der „Strategische Ausblick“. In dem Überblick wird auch darauf verwiesen, dass Krisen für die Schweiz nichts Neues seien und an die Ölkrise Anfang der 1970er-Jahre, die geplatzte Dotcom-Blase im Jahr 2000, die Finanzkrise 2008, den Frankenschock 2015 und die Handelskriege 2019 erinnert, bis jetzt die Covid-19 Krise über die Schweiz hereinbrach. Als Beispiele dafür, wie Firmen bisher richtig durch die Krise gesteuert haben, werden etwa der Luzerner Kaffeemaschinenhersteller Thermoplan, das Softwareunternehmen PEAX oder Bank Zimmerberg aus Horgen ZH vorgestellt. gba 

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