PwC beziffert finanziellen Corona-Schaden von Spitälern

31. August 2020 12:59

Zürich - Der den Spitälern und Kliniken durch die COVID-19-Massnahmen entstandene Schaden liegt zwischen 1,7 Milliarden und 2,6 Milliarden Franken. Dies stellen SpitalBenchmark und PwC Schweiz in einer Aktualisierung ihrer Studie vom Mai fest. Sie haben dafür die Daten von 93 Einrichtungen ausgewertet.

Bereits im Mai hatten der Verein SpitalBenchmark und PricewaterhouseCoopers (PwC) Schweiz eine Abschätzung der den Spitälern und Kliniken durch die COVID-19-Massnahmen entstanden Schäden erstellt. Nun legen die beiden Institutionen eine auf Ist-Daten basierende Aktualisierung vor, in die auch die Phase nach Beendigung des Lockdowns im Mai einbezogen wurde, informieren PwC und SpitalBenchmark in einer gemeinsamen Mitteilung zur Aktualisierung.

Für die neue Abschätzung wurden die Daten von 93 Spitälern und Kliniken analysiert, die zusammen rund 60 Prozent der Spitalleistungen in der Schweiz erbringen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Den Auswertungen zufolge bewegt sich der den Gesundheitseinrichtungen entstandene Schaden zwischen 1,7 Milliarden und 2,6 Milliarden Franken. Davon seien rund 1,1 Milliarden bis 2,0 Milliarden Franken durch Ertragsausfälle entstanden, erläutern die Analysten. Die Bereitstellungskosten hätten sich auf rund 0,6 Milliarden Franken belaufen.

Zudem können die Analysten der aktualisierten Studie bisher keinen „Nachholeffekt“ beobachten. Während der Lockdown-Phase nicht durchgeführte Behandlungen und Eingriffe seien „bisher nicht in dem von der Politik prognostizierten Ausmass“ nachgeholt worden, heisst es in der Mitteilung. „Patientinnen und Patienten stellen keinen Arbeitsvorrat dar, welcher ,zwischengelagert‘ und später ,abgearbeitet‘ werden kann.“

Die Schäden müssten kompensiert werden, fordert der Verband der Schweizer Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen (H+) in einer eigenen Mitteilung. „Es braucht eine sofortige, adäquate und spitalbezogene Finanzierungsregelung, welche die jeweiligen Beteiligungen von Bund, Kantonen und Versicherern festlegt“, wird H+-Direktorin Anne-Geneviève Bütikofer dort zitiert. hs

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