PSI entwickelt Leuchtmittel der Zukunft

04. Mai 2020 10:34

Villigen AG - Das Paul Scherrer Institut (PSI) testet ein vielversprechendes Material für organische Leuchtdioden (OLEDs). Eine Kupferverbindung könnte teure Metalle wie Iridium ersetzen. Das würde den grossflächigen und preisgünstigen Einsatz von OLEDs ermöglichen.

Am PSI haben Forschende den Einsatz einer Kupferverbindung (CuPCP) für OLEDs getestet. Die Substanz ermöglicht laut einer Medienmitteilung hohe Lichtausbeuten. Zudem ist sie kostengünstig im grossen Massstab herzustellen. Deshalb sei sie etwa für den Einsatz in grossflächigen Raumbeleuchtungen „wie geschaffen“. Diese Studie wurde jetzt im Fachblatt „Nature Communications“ veröffentlicht.

Seit etwa drei Jahren finden sich OLEDs beispielsweise in den Displays von Smartphones. Auch erste flexible Fernsehbildschirme mit diesen Materialien kommen inzwischen auf den Markt. Doch viele für OLEDs infrage kommende Substanzen enthalten teure Metalle wie Iridium. Das verhindert eine vielfältige Anwendung. Kostengünstige und gut verfügbare Metalle wie Kupfer versprächen hier Fortschritte, heisst es in der Medienmitteilung.

Die Forschenden wollten verstehen, wie sich die Substanz im aktivierten Zustand verhält. „Das verrät uns, wie hoch vermutlich die Energieverluste sind, die nicht als Licht frei werden“, erklärt Grigory Smolentsev, Physiker der Forschungsgruppe Operando-Spektroskopie. „Und das zeigt uns, wie wir diese Verluste vielleicht minimieren können.“

Die Messungen wurden an den drei Grossforschungsanlagen am PSI und in Grenoble durchgeführt. Sie bestätigten, dass die Substanz ein guter Kandidat für OLEDs mit hoher Lichtausbeute ist. Mithilfe der so erhaltenen Daten könne darüber hinaus in Zukunft besser vorausgesagt werden, „welche Verbindungen für OLEDs geeignet sind und welche weniger“, so Smolentsev. mm

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