Programm zur Arbeitsintegration bekämpft ITC-Fachkräftemangel

18. August 2020 14:12

Wabern BE - Fast 150 Geflüchtete haben seit 2017 erfolgreich das ICT-Ausbildungsprogramm Powercoders durchlaufen. Die Teilnehmer der ersten beiden Lehrgänge sind heute zu zwei Dritteln in der ICT-Branche angestellt. Powercoders hilft somit auch gegen den Fachkräftemangel der Branche.

„In der Schweiz leben viele talentierte Geflüchtete mit hohem Interesse und Affinität für den ICT-Bereich“, erläutert das Staatssekretariat für Migration (SEM) in einer Mitteilung. Dies will die Schweiz für die Bekämpfung des Fachkräftemangels in der ICT-Branche nutzen. Dazu wurde 2017 erstmals das ICT-Ausbildungsprogramm Powercoders aufgelegt.

In bisher neun Ausbildungsdurchgängen hätten 148 Geflüchtete am Programm teilgenommen, schreibt das SEM in der Mitteilung weiter. Es hat Powercoders mit insgesamt 450'000 Franken unterstützt und in der dreijährigen Pilotphase begleitet. Dabei hätten rund 90 Prozent der 148 Teilnehmenden im Anschluss ein ICT-Praktikum begonnen, informiert das SEM. Von den 33 Teilnehmern der ersten beiden Lehrgänge seien heute 22 in einer Festanstellung oder einer Lehrstelle für ein ICT-Unternehmen tätig.

Damit trage Powercoders dazu bei, „das inländische Potenzial an Arbeitskräften besser auszuschöpfen“, schreibt SEM. Das Programm wird in Lausanne und Zürich fortgesetzt. Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in der ICT-Branche will das SEM zudem das vor zwei Jahren eingerichtete Pilotprogramm Integrationsvorlehre (INVOL) auf ICT-Berufe ausweiten. hs

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