Produktionsrückgang schwächt ab

02. Juni 2020 13:57

Zürich - Der von der Credit Suisse und prochure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist im Mai wieder gestiegen. Am stärksten legte die Subkomponente Produktion zu. Sie liegt aber weiterhin unter der Wachstumsschwelle.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie notierte im Mai mit 42,1 Punkten um 1,4 Punkte über dem Wert vom April. Sein Pendant im Dienstleistungssektor konnte seinen Stand gleichzeitig um 14,8 Punkte auf 36,2 Zähler verbessern.

Beide Indikatoren liegen damit allerdings noch weit unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Überwindung der Tiefststände vom Vormonat sei aber ein Zeichen dafür, „dass die Lockerung des Lockdowns die wirtschaftliche Situation unmittelbar verbessert“, schreiben die Analysten.

Im Industriebereich legte die Subkomponente Produktion mit einem Sprung von 10,9 Punkten die grösste Aufwärtsbewegung vor. Mit 39,3 Punkten weise die Subkomponente aber „auf eine nach wie vor verbreitet rückläufige Produktion hin“, erläutern die Analysten. Die Subkomponente Auftragsbestand konnte sich gegenüber dem Vormonat um 3,2 Punkte auf 35,0 Zähler verbessern. Auch der Personalabbau war im Mai geringer als im April ausgefallen.

Der Indikator im Dienstleistungssektor habe stärker als sein Pendant im Industriebereich auf die Lockerungen des Lockdowns reagiert, informierten die Analysten im aktuellen PMI weiter. Er zog nach einem starken Einbruch im März und einem abgeschwächten Rückgang im April im Mai um 14,8 Punkte auf den Stand von 36,2 Zähler an. Als „imposant“ streichen die Analysten hier die Aufwärtsbewegungen der Subkomponenten Geschäftstätigkeit und Neuaufträge heraus. Beide Subkomponenten hätten jedoch „erst rund die Hälfte des Einbruchs“ wettgemacht und verharrten „weiterhin unterhalb der Wachstumsschwelle“. hs

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