Produktion von Palmöl soll nachhaltig werden

12. März 2020 12:42

Basel - Die Produktion von Palmöl soll nachhaltig werden. Dafür haben sich jetzt acht Unternehmen zum Palmöl Netzwerk Schweiz zusammengeschlossen. Experten von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Bund sollen die Umsetzung mitgestalten.

Das neu gegründete Palmöl Netzwerk Schweiz will nachhaltige Verbesserungen in der Wertschöfpungskette von Palmöl erzielen. Zu diesem Zweck haben sich laut einer Medienmitteilung acht Schweizer Unternehmen zusammengetan. Dazu gehören Barry Callebaut, Coop und Florin. Zu den Mitgliedern zählen auch M-Industrie, Nestlé Schweiz, Nutriswiss und Pro Fair Trade. 

Die Akteure erklären ihre Absicht, künftig ausschliesslich nachhaltiges Palm- und Palmkernöl für Lebensmittel zu importieren und zu verarbeiten. Die Importeure Florin und Nutriswiss beschaffen bereits 100 Prozent Palmöl mit rückverfolgbarer Herkunft, das vom Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifiziert ist.

Zudem haben diese Unternehmen die Absicht, die Nachhaltigkeitsstandards des RSPO weiterzuentwickeln. Dazu werden Zusatzkriterien, die über diese Standards hinausgehen, bei den Lieferanten implementiert und kontrolliert. Zudem planen sie, Innovationen anzustossen und das Handlungsfeld zu erweitern. „So ist es ein festes Ziel, andere tropische Fette und Öle wie zum Beispiel Kokosöl nach Nachhaltigkeitskriterien zu auditieren.“

Eine Begleitgruppe aus anerkannten Experten von Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen und des Bundes soll die Umsetzung mitgestalten. Als erste gemeinsame Aktivität wurde eine Benchmarking-Studie zur Bewertung der gegenwärtigen Standards im Palmölsektor in Auftrag gegeben. Sie wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) finanziert. mm

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