Privatbanken profitieren von Börsenhoch

23. August 2018 14:18

Zürich - Die gestiegenen Gewinne Schweizer Privatbanken sind hauptsächlich auf anhaltende Bullenmärkte zurückzuführen, stellen KPMG und Universität St.Gallen in einer Studie fest. Um ihre Profitabilität zu halten, sollten die Banken jedoch ihr Kostenmanagement verbessern.

„Schweizer Privatbanken erzielten 2017 mit 2,8 Milliarden Franken einen um 18,7 Prozent höheren Reingewinn als 2016“, schreibt KPMG in der Mitteilung zu einer gemeinsam mit der Universität St.Gallen erhobenen Studie. Für diese wurden 90 in der Schweiz tätige Privatbanken in Bezug auf Rentabilität, Wachstum und Kosteneffizienz unter die Lupe genommen. Die Zahl der Schweizer Privatbanken hat seit 2010 um 56 auf derzeit noch 107 Institute abgenommen. 

Den Ergebnissen der Studie zufolge konnten rund zwei Drittel der Privatbanken ihre Eigenkapitalrendite im vergangenen Jahr verbessern. Hinter der Durchschnittsrendite von 7,1 Prozent stecke jedoch hauptsächlich „eine ausgezeichnete Performance der grössten Privatbanken“, schreiben die Analysten in der Mitteilung. Das Wachstum der verwalteten Vermögen um durchschnittliche 7,8 Prozent führen sie zu 87,4 Prozent auf gestiegene Kurse an den Aktienmärkten zurück. Netto-Neugeldzuflüsse konnten hingegen nur von etwas mehr als der Hälfte der Banken verzeichnet werden. Zudem verlören Schweizer Privatbanken gegenüber ausländischen Finanzplätzen „stetig Marktanteile“. 

Den Rückgang bei der Kostenmarge machen die Analysten am unter Bullenmarktbedingungen gestiegenen verwalteten Vermögen fest. „Bemühungen der Banken, die Kosten zu senken, spielten eine Nebenrolle“, heisst es in der Mitteilung. Um sich gegen Ertragsrückgänge in Bärenmarktzeiten zu wappnen, sollten die Privatbanken jedoch ihr Kostenmanagement verbessern, raten die Analysten. hs

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