Primäreinkommen treiben Leistungsbilanz

23. März 2020 14:54

Zürich - Arbeits- und Kapitaleinkommen haben den Leistungsbilanzüberschuss der Schweiz 2019 im Jahresvergleich deutlich gesteigert. Die Schweizer Kapitalbilanz wies dagegen einen geringeren positiven Saldo als 2018 aus. Das Nettoauslandsvermögen ging im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Der Leistungsbilanzüberschuss der Schweiz lag im 2019 mit 86 Milliarden Franken um 29 Milliarden Franken über dem Wert des Vorjahres, informiert die Schweizerische Nationalbank (SNB) in einer Mitteilung. Sie begründet den Anstieg vor allem mit der Entwicklung der Arbeits- und Kapitaleinkommen. Hier hatten 2019 die Einnahmen um 14 Milliarden Franken über den Ausgaben gelegen. Im Warenhandel war im Berichtsjahr ein Einnahmenüberschuss von 66 Milliarden Franken verbucht worden, das sind 7 Milliarden mehr als 2018. Der Einnahmenüberschuss im Dienstleistungshandel ging im Jahresvergleich hingegen um 3 Milliarden auf 18 Milliarden Franken zurück. Bei den laufenden Übertragungen stieg der Ausgabenüberschuss innert Jahresfrist um 2 Milliarden auf 11 Milliarden Franken an.

In der gleichzeitig veröffentlichten Kapitalbilanz wurde im Jahresvergleich auf der Aktivseite ein Nettozugang von 32 Milliarden Franken beobachtet. Auf der Passivseite fand ein Nettoabbau von 4 Milliarden Franken statt. Der Saldo der Kapitalbilanz ging im Jahresvergleich von 71 Milliarden Franken auf 36 Milliarden Franken zurück.

Das Auslandsvermögen stieg im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite an. Dabei führt die SNB beide Bewegungen „primär auf Bewertungsgewinne infolge der gestiegenen Börsenkurse im In- und Ausland“ zurück. Konkret legten 2019 die Aktiva um 260 Milliarden auf 5265 Milliarden Franken zu. Die Passiva stiegen innert Jahresfrist um 324 Milliarden auf 4453 Milliarden Franken an. Da die Passiva stärker zulegten als die Aktiva, sank das Nettoauslandsvermögen im Jahresvergleich um 64 Milliarden auf 812 Milliarden Franken. hs

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