Premiere für St.Galler Medizinstudierende

12. Mai 2021 11:06

St.Gallen - Die Universität St.Gallen (HSG) bereitet ihre ersten Medizinstudierenden mit dem Skills Training auf ihr künftiges Betätigungsfeld vor. Es handelt sich dabei um eine Premiere für Institutionen wie die HSG und das Kantonsspital St.Gallen.

Die ersten Studierenden absolvieren inzwischen in St.Gallen das Joint Medical Master St.Gallen. Bei diesem Humanmedizinstudium arbeiten Universität St.Gallen und Kantonsspital St.Gallen mit der Universität Zürich (UZH) zusammen. Durch das Programm soll der Fachärztemangel in der Ostschweiz bekämpft werden. Ergänzend zum theoretischen Teil stand nun das erste sogenannte Skills Training für die Studierenden auf dem Programm.

Das Spezielle für das Kantonsspital und die Universität St.Gallen sei, dass es sich für die Institutionen um eine Premiere handeln würde, dass Medizinstudierende in St.Gallen ausgebildet werden dürfen, heisst es in einem Video der HSG von Peter Krähenmann, Oberarzt des Kantonsspitals St.Gallen.

Das Skills Training, bei welchem die Studierenden die Anwendung von Magensonden und Kathetern üben können, ist ein wesentlicher Teil des Studiums in St.Gallen, damit dort nicht nur theoretische Inhalte vermitteln werden. „Wir versuchen, das Programm so zu machen, dass die Studierenden, wenn sie hier in St.Gallen sind, auch tatsächlich alle ihre Ausbildungselemente auf dem Platz St.Gallen machen können“, sagt Kuno Schedler, Akademischer Direktor der School of Medicine an der HSG.

Dass es sich um den ersten Jahrgang halte, habe Vor- und Nachteile, so Schedler. Zu den Vorteilen gehört die grosse Aufmerksamkeit für die Studierenden. Laut Krähenmann besteht dadurch auch die Hoffnung, dass künftige Studierende auf das Medizinstudium in St.Gallen aufmerksam werden. „Unsere Hoffnung ist, sie verlieben sich in die Region und bleiben dann auch hier später, wenn sie Ärztin oder Arzt sind“, sagt Schedler. jh

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