Preise treiben Aussenhandel

25. Januar 2023 13:58

Bern/Zürich - Der Schweizer Aussenhandel hat 2022 in beiden Handelsrichtungen Rekordwerte geschrieben. Das Wachstum im Jahresvergleich geht allerdings auf Preissteigerungen zurück. Fast die Hälfte der Exporte stammt aus den Branchen Chemie, Pharma und Life Sciences.

Die Exporte Schweizer Unternehmen sind 2022 um 7,2 Prozent auf eine Rekordwert von 278,6 Milliarden Franken gestiegen, informiert das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZ) in einer Mitteilung. Die Importe legten im selben Zeitraum um 16,8 Prozent auf einen Höchstwert von 235,2 Milliarden Franken zu. Die Fachleute vom BAZ führen den Anstieg in beiden Handelsrichtungen jedoch fast ausschliesslich auf Preissteigerungen zurück. Der Überschuss der Handelsbilanz fiel mit 43,5 Milliarden Franken um 15,0 Milliarden Franken geringer aus als am Jahresende 2021. 

Knapp die Hälfte der Schweizer Exporte entfiel im vergangenen Jahr auf die Branchen Chemie, Pharma und Life Sciences. Ihr Exportvolumen stieg 2022 im Jahresvergleich um 2,8 Prozent auf 134,5 Milliarden Franken, so scienceindustries in einer eigenen Mitteilung. „Die Industrien Chemie Pharma Life Sciences bleiben Schweizer Exportmeisterin“, wird der Direktor des Branchenverbands, Stephan Mumenthaler, dort zitiert. „Die Exporte der chemisch-pharmazeutischen Industrie erzielten im vergangenen Jahr rund 48 Prozent der gesamten Exportleistungen der Schweiz.“

Nach Auskunft von scienceindustries ist der Anteil der chemisch-pharmazeutischen Branchen an den Gesamtexporten in den letzten zwei Jahrzehnten kontinuierlich von rund 30 Prozent auf mindestens 45 Prozent gestiegen. Mit 63,8 Milliarden Euro ging knapp die Hälfte der Exporte im vergangenen Jahr in die EU. Bei den Schweizer Importen stellt die EU mit 71,2 Prozent ebenfalls die mit Abstand wichtigste Handelspartnerin dar. hs

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