Preis und Wechselkurs sind wichtigste Handelshürden

28. August 2019 14:28

Zürich - Zölle und Zollverfahren stellen für eine Mehrheit der Schweizer KMU nur bedingt starke Handelsschranken dar. Wichtiger als protektionistische Massnahmen werden der Preis des eigenen Angebots und die Wechselkurse erachtet. Dies stellt Credit Suisse in einer Studie fest.

Für die Studie „Schweizer KMU-Wirtschaft 2019 – Exporthürden in der Praxis“ hat die Credit Suisse rund 560 der insgesamt etwa 600.000 in der Schweiz tätigen KMU befragt, informiert die Zürcher Grossbank in einer Mitteilung zur Studie. Ihr zufolge sehen nur 29 Prozent der KMU in Handelsschranken und Zollhürden eine grosse oder sehr grosse Herausforderung. Vier von zehn KMU sehen sich von derartigen Exporthürden dagegen nicht oder wenig tangiert. Für die Hälfte der befragten Unternehmen hat sich die Situation in den letzten fünf Jahren dabei trotz zunehmenden protektionistischen Massnahmen nicht wesentlich verändert.

Im Umgang mit Handelshemmnissen nutzten KMU „primär zwei Strategien“, erläutert die Credit Suisse. Für 63 Prozent der Befragten ist „die Zusammenarbeit mit externen Partnern oder bestehenden Netzwerken vor Ort“ die Königsstrategie. Die Nutzung von Freihandelsabkommen folgt an zweiter Stelle. Den Erhebungen der Grossbank zufolge wird ein Freihandelsabkommen mit den USA daher von fast 60 Prozent der KMU gewünscht. Der Entwurf zum Rahmenabkommen mit der EU findet bei 56 Prozent der Befragten Unterstützung.

Die wichtigsten Exportbremsen werden den Erkenntnissen der Analysten von Credit Suisse zufolge dagegen gar nicht von protektionistischen Interventionen verursacht. Mehr als tarifäre und nicht tarifäre Handelsschranken hemmten vielmehr der Preis des eigenen Angebots und die Wechselkurse den Export. hs

Aktuelles im Firmenwiki