Preis für Wirtschaftsinformatik geht nach Liechtenstein

Die Forschung von Jan vom Brocke ist darauf gerichtet, Objekte der digitalen Welt mit menschlichen Emotionen vertraut zu machen, informiert die Universität Liechtenstein in einer Mitteilung. So könnte ein Bohrhammer beispielsweise den Erschöpfungszustand des ihn benutzenden Handwerkers erkennen lernen. In sogenannten Fitness Trackern findet bereits ein Teil derartiger Forschungen Anwendungen. So können sich beispielsweise Börsenhändler von innovativen Armbändern vor zu hoher Emotionalität bei der Arbeit warnen lassen.

Auf der Jahrestagung zur Wirtschaftsinformatik und Neurowissenschaft (NeuroIS Retreat) in Wien wurde Jan vom Brocke nun für seine wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet. Der Inhaber des Hilti Lehrstuhls für Business Process Management und Leiter des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität Liechtenstein bekam den Preis von den Kollegen Fred Davis aus den USA und Rene Riedl aus Österreich überreicht. In einem Schreiben würdigt der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Wichtigkeit der Forschungsrichtung. 

Der Forschungsbereich NeuroIS untersucht die Wirkung von Webseiten oder Anwendungen auf ihre Nutzer und dient zugleich der Entwicklung von Systemen, die die Gefühlszustände ihrer Nutzer berücksichtigen. Jan vom Brocke war als einer der Mitbegründer dieser Forschungsrichtung an der Einrichtung des NeuroIS Retreats beteiligt. hs