Prafleuri-Tal bekommt alpine Solaranlage

19. Dezember 2022 13:44

Sitten/Hérémence VS/Lausanne - Im Walliser Prafleuri-Tal soll eine Photovoltaikanlage mit einem Potenzial von jährlich 40 bis 50 Gigawattstunden Strom eingerichtet werden. Für das Projekt spannen die Grande Dixence AG, die Gemeinde Hérémence und Alpiq zusammen.

Die Gemeinde Hérémence, die Dixence AG aus Sitten und deren Industriepartner Alpiq aus Lausanne spannen für die Realisierung einer alpinen Photovoltaikanlage zusammen. Sie soll auf dem Gelände des ehemals für den Bau der Staumauer Grande Dixence angelegten Steinbruchs im Prafleuri-Tal eingerichtet werden, informieren die drei Partner in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Betreiber rechnen mit einer jährlichen Stromproduktion zwischen 40 und 50 Gigawattstunden. 

Zur hohen Stromproduktion besonders im Winter tragen bifaziale Solarmodule und die natürlichen Vorteile von Hochgebirgslagen, wie geringe Wolkendecke, Reflektion des Lichts durch den Schnee und niedrige Temperaturen, bei. Als Vorteile des Standorts führen die Partner dort weiterhin bereits vorhandene Infrastruktur wie eine Strassenanbindung zum ehemaligen Steinbruchgelände und eine Mittelspannungsleitung zu einer der Pumpstationen an der Staumauer an. 

„Das Val d’Hérens beherbergt mit der Grande Dixence bereits einen der grössten Wasserkraftwerkskomplexe der Schweiz“, wird Amédée Kronig, Geschäftsleiter der Grande Dixence SA, in der Mitteilung zitiert. „Die Entwicklung eines neuen Projekts, das den aktuellen Herausforderungen unserer Stromversorgung Rechnung trägt, zeugt von demselben Pioniergeist.“ Für Michael Wider, Leiter des Geschäftsbereichs Schweiz bei Alpiq und Verwaltungsratspräsident der Grande Dixence, wiederum fügt sich das Prafleuri-Projekt „perfekt in die Strategie von Alpiq ein, Projekte zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien zu entwickeln, die unsere Versorgungssicherheit erhöhen und deren Auswirkungen auf Natur und Landschaft verantwortbar sind“. hs

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