Post will digitale Dienstleistungen ausbauen

04. März 2022 13:57

Bern - Der postalische Service public wird auch nach 2030 relevant für die Schweiz sein, meint die Schweizerische Post. Sie will in digitale Dienstleistungen und den Ausbau der Infrastruktur für Pakete investieren. Zudem will sie mehr unternehmerische Freiheit.

Die Schweizerische Post reagiert in einer Medienmitteilung auf einen Bericht einer unabhängigen Expertenkommission zu ihrer Zukunft. Demnach geht sie davon aus, dass der postalische Service public auch nach 2030 eine wichtige Rolle in der Schweiz spielen wird – dies aber vermehrt in digitaler Form.

Nach der Vorstellung der Post sollen digitale Dienstleistungen ausgebaut und künftig in der Grundversorgung verankert werden. Beispielsweise habe die Post die Fähigkeit, vertrauliche Informationen auch digital zu transportieren. Dies könnte etwa bei digitalen Abstimmungen oder im Gesundheitsbereich relevant sein.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Paketzustellungen will die Post auch ihre Infrastruktur für die Logistik in diesem Bereich ausbauen. Sie will aber nicht auf A-Post-Briefe verzichten. „Auch wenn die Menge der Briefe insgesamt kontinuierlich zurückgeht, bleibt der Anteil der A-Post bei ungefähr einem Drittel stabil“, schreibt sie dazu in ihrer Mitteilung.

Insgesamt will die Post also sowohl in den physischen also auch in den digitalen Service public investieren und dabei auch in Zukunft ohne Steuergelder auskommen. Dafür fordert sie aber mehr unternehmerische Freiheit. Nur so könne sie ihre Dienstleistungen an die Bedürfnisse anpassen und wenn nötig, strategische Akquisition tätigen. ssp

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