Polyphor erhält bis zu 18,44 Millionen Dollar von CARB-X

15. Oktober 2020 12:45

Allschwil BL - Polyphor bekommt erneut Unterstützung vom globalen Konsortium CARB-X zur Bekämpfung resistenter Bakterien. Für die weitere Entwicklung neuartiger Antibiotika erhält Polyphor zunächst bis zu 2,62 Millionen Dollar. Für spätere Meilensteine sind maximal 15,82 Millionen Dollar vorgesehen.

Wie das Life Sciences-Unternehmen Polyphor in einer Medienmitteilung bekanntgibt, erhält es zum zweiten Mal nach 2019 eine signifikante Förderung durch das globale öffentlich-private Konsortium CARB-X. Unter der Leitung der Universität Boston gewährt es Fördergelder, die der Bereitstellung von Medikamenten für die Diagnose, Prävention und Behandlung arzneimittelresistenter Bakterien dienen. Polyphor ist in Allschwil im Kanton Basel-Landschaft ansässig. Die Basel Area gilt als führendes Zentrum der Antibiotika-Forschung.

Polyphor kann nun die Entwicklung seiner gemeinsam mit der Universität Zürich entdeckten neuen Klasse von Antibiotika intensivieren. Diese weisen eine starke und spezifische antimikrobielle Aktivität gegen Enterobacteriaceae einschliesslich extrem arzneimittelresistenter Stämme auf. Sie gehören zu den Pathogenen, denen die Weltgesundheitsorganisation die höchsten Priorität zuweist.

Als Anschubfinanzierung erhält Polyphor von CARB-X für den Abschluss der sogenannten Hit-to-Lead-Phase bis zu 2,62 Millionen Dollar. Bei Erreichen weiterer Meilensteine sind maximal bis zu 15,82 Millionen Dollar vorgesehen.

„CARB-X fördert die weltweit besten wissenschaftlichen und vielversprechendsten Forschungs- und Entwicklungsprojekte der frühen Entwicklungsphase“, erklärt Polyphor-CEO Gökhan Batur in der Mitteilung. „Diese zweite Förderung ist eine starke Bestätigung unserer innovativen Antibiotika-Plattform und ein wichtiger Meilenstein zur Umsetzung unserer Anfang des Jahres vorgestellten überarbeiteten Strategie.“

„Schwere Infektionen stellen eine globale Gesundheitsbedrohung dar, die zum Teil auf das Auftreten arzneimittelresistenter Bakterien zurückzuführen ist, für die es keine Therapien gibt“, so Erin Duffy, Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von CARB-X. Sollte das von Polyphor zu entwickelnde Therapeutikum erfolgreich sein und zugelassen werden, „könnte es möglicherweise die Art und Weise verändern, wie diese lebensbedrohlichen Infektionen behandelt werden und Leben retten“. mm

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