PMI-Index mit trüben Aussichten für die Industrie

02. September 2019 14:52

Aarau - Die August-Umfrage des Fachverbands für Einkauf und Supply Management unter Einkaufsverantwortlichen legt einen bevorstehenden Konjunktureinbruch in der Industrie nahe. Günstiger sind die Aussichten im Dienstleistungssektor.

Der Fachverband für Einkauf und Supply Management, procure.ch, teilt mit, dass der Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers' Index, PMI) für die Industrie im August zwar wieder leicht angestiegen ist. Er liegt jedoch noch immer unterhalb der Wachsstumsschwelle. Zuvor war der Industrie-Index ein Jahr lang Monat für Monat gefallen, mit Ausnahme des Februars 2019. 

Es gebe zahlreiche Indizien für eine schwache Auslastung der Kapazitäten. Dafür spreche zum einen der Umstand, dass der Bestand der Verkaufs- und Einkaufslager trotz nach wie vor geringerer Produktion und Einkaufsmenge abnehme. Dies deute darauf, dass die Nachfrage hinter den Erwartungen zurückbleibt. Zudem seien die Lieferfristen erneut verkürzt worden. Auch die Subkomponente „Beschäftigung“ rutschte unter die Wachstumsschwelle auf den tiefsten Stand seit Juli 2016. Zusammen mit der Unterauslastung der Kapazitäten lasse dies „durchaus einen andauernden Stellenabbau erwarten“.

Hingegen deutet der Dienstleistungs-PMI auf eine positive Dynamik in diesem Sektor hin. Sämtliche Subkomponenten lagen im August in der Wachstumszone. Damit habe er die Umfragedelle des Vormonats „mehr als wettgemacht“. Noch scheine sich die Industrierezession nur wenig auf den mehr binnen- und konsumorientierten Dienstleistungssektor auszuwirken. Bei Personaleinstellungen verhielten sich die Dienstleister jedoch nach wie vor eher abwartend. mm

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