Plattform für Stromflexibilität wird in der Ostschweiz ausprobiert

17. November 2022 13:24

Luzern/St.Gallen - Das Horizon-Projekt ENFLATE will eine Plattform für Stromflexibilität entwickeln. Für die Schweiz sind die Hochschule Luzern, die SAK AG und die CKW AG in Zusammenarbeit mit der europäischen Strombörse EPEX SPOT dabei. Probelauf ist in der Ostschweiz.

Das Horizon-Projekt ENFLATE will Spitzenlasten für das Stromnetz über eine Plattform für Stromflexibilität verringern. Dafür vereint das auf 48 Monate angelegte Projekt ein Konsortium aus insgesamt 30 Übertragungsnetzbetreibern, Verteilernetzbetreibern, Marktbetreibern, Regulierungsbehörden, Dienstleistern, Herstellern, Hochschulen und Interessengruppen. Für die Schweiz sind die Hochschule Luzern, die SAK AG aus St.Gallen und die CKW AG aus Luzern in Zusammenarbeit mit der europäischen Strombörse EPEX SPOT dabei.

Die im ENFLATE-Projekt angedachte Handelsplattform soll es Netzbetreibern ermöglichen, den Stromverbrauch je nach Bedarf hoch- oder runterzufahren, erläutert die Hochschule Luzern in einer Mitteilung zum Projekt. „Wer weiss, dass er sein E-Auto nicht zu einer bestimmten Zeit aufladen muss, soll diese Flexibilität auf der Plattform ENFLATE verkaufen können“, wird Christoph Imboden, Dozent an der Hochschule Luzern, dort zitiert. Der entsprechende Stromanbieter kann dann im Bedarfsfall das Laden unterbrechen und den Strom anderen Kunden zur Verfügung stellen. 

Im Rahmen des Projekts sollen vergleichbare Plattformen in unterschiedlichen Ländern getestet werden. Eine Probe aufs Exempel wird die Handelsplattform in einem Beispielquartier in der Ostschweiz absolvieren. Netzwerkbetreiber müssten für die Auswirkungen der Energiewende auf die einzelnen Verteilnetze gerüstet sein, erläutert Jürg Solenthaler in der Mitteilung. „Aus diesem Grund sind wir auch Mitglied des europäischen Forschungsprojekts“, so der Leiter Geschäftsbereich Netz bei SAK. hs

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