Planzer-Chef plädiert für Mobility-Pricing

08. April 2019 14:50

Dietikon ZH - Laut Nils Planzer, Chef des Logistikunternehmens Planzer, sind heute zu viele Fahrzeuge auf den Strassen unterwegs. Der Grund: Die Mobilität sei zu günstig. Die Lösung für die Verkehrsprobleme könne laut Planzer nur eine Form des Mobility-Pricings sein.

Laut Nils Planzer sind 52.000 Lastwagen und über 4 Millionen Personenwagen auf Schweizer Strassen unterwegs. Dabei transportiere die Logistikbranche heute mit weniger Fahrzeugen mehr Waren als noch vor einigen Jahren. Der Grund dafür sei, dass Gesetze verschärft wurden und der Kostendruck wegen der Schwerverkehrsabgabe gestiegen ist.

Eine ähnliche Entwicklung müsse auch im Privatverkehr passieren, sagt der Chef des Logistikunternehmens Planzer in einem Interview mit der „NZZ am Sonntag“. Das gehe aber nur, „wenn es finanziell weh tut“. „Die Lösung unserer Verkehrsprobleme kann nur eine Form des Mobility-Pricings sein“, so Planzer.

Wenn weniger Autos unterwegs sein würden, würde auch sein Transportunternehmen profitieren. Dazu steht Planzer im Interview. Lastwagen könnten so besser durchkommen. Derzeit erhebt Planzer einen Stauzuschlag bei seinen Kunden, wenn sie einen Transport in einer Zone mit dichtem Verkehr buchen. Dadurch habe Planzer aber keine Kunden verloren und inzwischen hätten auch Konkurrenten das Konzept kopiert. „Die Einsicht wächst, dass Mobilität heute zu günstig ist“, betont er.

Weitere Strassenausbauten seien zwar an bestimmten Engpässen nötig. „Aber wir können doch nicht überall acht Spuren bauen, damit wir jederzeit mit 120 durchfahren können. Digital vor Beton - so müssen wir in Zukunft denken“, so Planzer. ssp

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