Planungen für Terra Raetica-Bahn gehen weiter

03. März 2022 14:25

Chur/Scuol GR - Der Kanton Graubünden, das Bundesland Tirol sowie die Regionen Südtirol und Lombardei haben den politisch Verantwortlichen ihre Ideen für eine grenzüberschreitende Zugverbindung im Rätischen Dreieck vorgestellt. Jetzt sollen vertiefte Machbarkeitsstudien erstellt werden.

Die Planungen für eine grenzüberschreitende Zugverbindung im sogenannten Rätischen Dreieck zwischen Graubünden, Tirol, Südtirol und der Lombardei gehen in die nächste Phase. Bei einem Treffen in Scuol stellten die Regionen den Stand ihrer technischen Planungen politisch Verantwortlichen vor. Darüber informiert der Kanton Graubünden in einer Medienmitteilung.

Die Erarbeitung dieses technischen Berichts war beim vorhergegangenen Treffen im September 2020 vereinbart worden. Dabei wurde ein besonderer Fokus auf die europäische Dimension und Vernetzung gelegt. Den Angaben zufolge könnten durchgehende Bahnverbindungen in der Terra Raetica die Trasse Basel-Zürich-Venedig und München-Mailand herstellen. Auch grossräumige Anbindungen an den skandinavisch-mediterranen und den Rhein-Alpen-Schienenkorridor sind angedacht.

Auf Basis der Handlungsempfehlungen der technischen Arbeitsgruppe unter Leitung von Südtirol sollen in den nächsten Jahren vertiefte Machbarkeitsstudien für mögliche Trassierungen in Angriff genommen werden. Der Kanton Graubünden begrüsst es, dass bis zu einem weiteren Entscheid zwei mögliche Varianten mit engem Bezug zu Graubünden und dem Unterengadin weiterverfolgt werden. Zudem soll auch eine sozio-ökologische Nachhaltigkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie erstellt werden. Mit der Dokumentation dieser Arbeiten und einem abschliessenden Bericht wird die technische Arbeitsgruppe betraut. Deren Vorsitz ist nun von Südtirol an Graubünden übergeben worden. mm

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