Photovoltaik gewinnt an Dynamik

16. Juli 2019 11:37

Zürich - Nach zwei mageren Jahren hat der Zubau von Photovoltaikanlagen 2018 wieder angezogen. Swissolar führt dies auf Massnahmen im Rahmen der Energiestrategie 2050 zurück. Dem Branchenverband zufolge reicht der jährlich Zubau jedoch bei weitem nicht für die Energiewende aus.

Einer Mitteilung von Swissolar zufolge sind die Verkaufszahlen von Photovoltaik 2018 im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 271 Megawatt angestiegen. Der Anteil der Solarstromproduktion am gesamten Stromverbrauch der Schweiz legte gleichzeitig um 0,5 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent zu.

Nach zwei schwierigen Jahren habe die Photovoltaik damit die Talsohle durchschritten, schreibt der Branchenverband in der Mitteilung weiter. Er führt die Zunahme der Verkaufszahlen auf Massnahmen im Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050 zurück. Konkret wird in der Mitteilung die Verkürzung der Wartefristen für die Einmalvergütung genannt. Die ebenfalls 2018 beobachtete Zunahme von Batteriespeichern in Kombination mit einer Solaranlage hängt laut Swissolar mit dem Rückgang der Preise für Batteriespeicher zusammen.

Zufrieden ist der Branchenverband mit den Zahlen von 2018 allerdings nicht. In der Energiestrategie hat die Schweiz den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Mit der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens habe sich das Land zudem „faktisch verpflichtet, bis spätestens 2050 auf fossile Energien zu verzichten“, schreibt Swissolar. Dafür müsse der jährliche Zubau an Photovoltaikanlagen jedoch „mindestens verfünffacht werden“. Der Branchenverband fordert dafür „gezielte Fördermassnahmen für grosse Photovoltaikanlagen ohne Eigenverbrauch“ ein. Solche Anlagen können beispielsweise auf Gewerbe- und Bürogebäuden eingerichtet werden. hs

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