Philipp Hildebrand könnte OECD-Generalsekretär werden

10. Februar 2021 14:19

Bern - Philipp Hildebrand steht im Finale des Auswahlverfahrens für den Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Im Falle einer Wahl will Hildebrand Kohlenstoffemissionen und Ungleichheiten bekämpfen und die internationale Zusammenarbeit stärken.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Bundesrat Philipp Hildebrand als Kandidaten für die Leitung der OECD vorgeschlagen. Der frühere Chef der Schweizerischen Nationalbank arbeitet derzeit als Vice Chairman beim Vermögensverwalter BlackRock. Insgesamt hatten sich zehn Kandidaten für die Nachfolge von Angel Gurria beworben. Der seit 2006 amtierende OECD-Generalsekretär will nach Ende seiner Amtszeit im Mai dieses Jahres nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren.

Von den ursprünglich zehn Kandidaten im Rahmen des bis Ende Februar laufenden Nominierungsverfahrens haben sechs ihre Kandidatur inzwischen zurückgezogen. Einer der nach der dritten Konsultation verbleibenden vier Kandidaten ist Philipp Hildebrand, informiert das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung in einer Mitteilung. Ihr zufolge sichert der Bundesrat dem Schweizer Kandidaten „die volle Unterstützung für den Rest des Auswahlverfahrens“ zu.

Im Falle seiner Wahl will sich Hildebrand für eine kohlenstoffemissionsfreie Wirtschaft bis 2050 engagieren. Als weitere Säule seines Programms wird in der Mitteilung die Bekämpfung von sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten genannt. Zudem will Hildebrand die internationale Zusammenarbeit stärken. Neben Hildebrand stehen Matthias Cormann aus Australien, Anna Diamantopoulou aus Griechenland und Cecilia Malmström aus Schweden im Finale des Nominierungsverfahrens.

Die 1961 gegründete OECD setzt sich für eine liberale Wirtschaftsordnung ein. Die Schweiz gehört zu den Gründungsmitgliedern der 37 Mitgliedsstaaten zählenden Organisation. hs

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